Koppelung der Flügel im Flug

[ Körper , Thorax , Flügel : Flügeladerung ]


Bei Libellen und einigen anderen Insektenarten können Vorder- und Hinterflügel noch unabhängig voneinander geschlagen werden. Bei den höheren Gruppen besteht jedoch eine Tendenz, die Flügel im Flug zu koppeln. Dadurch werden diese synchron geschlagen. Die Mechanismen sind vielfältig.


Schmetterlinge

  • Bei vielen Tagfaltern werden Vorder- und Hinterflügel einfach aufeinander gepreßt.

  • Manche Schmetterlinge besitzen an der Basis des Vorderflügels eine Fibula (kleiner Lappen), der dem Hinterflügel aufliegt und von kleinen Borsten in Position gehalten wird.

  • Andere Schmetterlinge besitzen ein Jugum (ein größerer Lappen) an der Basis des Vorderflügels, der dem Hinterflügel aufliegt, jedoch nicht von Borsten gehalten wird.

  • Viele Nachtfalter besitzen ein Frenulum (ein Auswuchs des Hinterflügels). Bei Männchen ist dies eine kräftige Borste, bei Weibchen sind es meist schwächere Borsten. Stets greift das Frenulum unter den Vorderflügel und wird hier von einem Retinaculum arretiert. Bei Männchen ist dies ein Haken, bei Weibchen sind es schwächere Borsten.

Mecoptera

Bei Mecopteren überlagern sich Borsten von Vorder- und Hinterflügel.

Hymenoptera

Bei den Hymenopteren (Hautflügler) greifen im Flug Haken und Ösen, die sich an den Flügelrändern befinden, ineinander.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 25.03.02