Flügeladerung: Grundtyp eines Insektenflügeles

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Die Flügeladerung unterschiedet sich bei den einzelnen Insekten-Gruppen erheblich. Man nimmt aber an, das die einzelnen typen auf die Aderung eines gemeinsamen Vorfahren zurückgehen. Das Problem ist aber, daß diese ursprüngliche Aderung unbekannt ist, da bereits die uns vorliegen fossilen Formen recht komplexe Aderungen aufweisen. Durch Vergleich der Aderungen der einzelnen Insekten-Gruppen hat man aber einen hypothetischen Flügel ableiten können, der ein Verständnis der Flügeladerung vereinfacht.

Längsadern: Die Namen der einzelnen Längsadern werden in Abbildungen und Texten von Bestimmungsbüchern meist mit großen Buchstaben abgekürzt. Längsadern sind nicht einfach gerade Äste, vielmehr können sie sich in weitere Äste aufspalten und (im realen Flügel) gewunden verlaufen:

  • Costa (C): Die Costa oder Costalader ist die vorderste Ader des Flügels und gabelt sich nicht weiter auf. Sie verläuft bei den heutigen Insekten größtenteils direkt im Flügelrand.

  • Subcosta (Sc): Unter der Costa liegt die Subcosta, eine meist dünne Ader, die sich (selten) in Sc1 und Sc2 gabelt und in den Flügelrand mündet.

  • Radius (R): Der Radius gabelt sich auf in die Äste R1 und Rs. Rs wiederum gabelt sich weiter in 4 Äste auf, die in den Flügelrand münden und als R2, R3, R4 und R5 bezeichnet werden.

  • Media (M1): Die Medialader zweigt sich in einen vorderen (MA) und hinteren Ast (MP) auf. MA spaltet sich dann weiter in MA1 und MA2 auf. Die hintere Medialader (MP) spaltet sich in MP1, MP2, MP3 und MP4 auf. Bei den heutigen Insekten fehlt MA meistens, so daß MP normalerweise als M und MP1- MP4 als M1- M4 abgekürzt werden.

  • Cubitus (Cu): Die Cubitalader (Cu) spaltet sich in die beiden Äste Cu1 und Cu2 auf, Cu1 wiederum in Cu1a und Cu1b.

  • Analis (A): Im hinteren Bereich verlaufen 3 Analadern (A1, A2, A3), die ungegabelt in den Flügelrand münden.

Queradern verbinden Längsadern. Definitonsgemäß werden sie mit kleinen Buchstaben abgekürzt, und zwar aus einer Kombination der dieser Längsadern. Eine Ausnahme ist die Humeralader h, die zwischen Costa und Subcosta verläuft. Verbindet die Querader Media und Cubitus, so wird sie als m-cu bezeichnet, verbindet sie Radius und Media, so nennt man sie r-m. Wie bereits erwähnt, sind die Queradern lediglich Verstärkungen und enthalten im Gegensatz zu den Längsadern keine Tracheen.

Die Realität: Die Flügel der heutigen Insekten


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 11.07.01