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Mantis religiosa L. Gottesanbeterin [ Mantodea , Mantidae ] |
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Verbreitung |
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Die Gottesanbeterin Mantis religiosa ist bei uns die einzige Mantodea-Art, also leicht zu erkennen. Sie tritt in Deutschland und Österreich nur in den warmen Regionen auf (z.B. auf dem Kaiserstuhl, im Saarland, im Raum Trier und am Neusiedler See), in Südeuropa, wo noch einige weitere Arten auftreten, ist sie häufiger anzutreffen. |
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Biologie |
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Die grasgrünen oder hellgelb gefärbten Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 75 mm. Trotz der voll ausgebildeten Flügel überbrücken sie hiermit eher nur kurze Strecken. Man trifft die Imagines überwiegend im Herbst an sonnigen Hängen an, wo die tagaktiven Jäger auf ihre Beute lauern: Fliegen, Wespen, Heuschrecken, selbst eigene Artgenossen werden nicht verschmäht. Die Beute wird optisch wahrgenommen. |
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Paarung |
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Die Geschlechtsreife tritt etwa 2 Wochen nach der letzten Häutung ein. Das Männchen beschleicht dabei das Weibchen vorsichtig von hinten, springt auf und umklammert dabei dessen Flügel. Die Paarung erstreckt sich über 2 Stunden, wobei das Männchen schließlich eine Spermatophore in die Geschlechtsöffnung des Weibchens einschiebt, die später wieder ausgestoßen wird. Es kann vorkommen, daß das Männchen während der Paarung gefressen wird. Das Weibchen frißt dann den Kopf, daß Abdomen des Männchens kann dann aber immer noch kopulieren! |
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Entwicklung |
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Nach der Paarung, bei der das Männchen oft dem Weibchen zum Opfer fällt, legt es 100-300 Eier in Form von Ootheken ab. Nach etwa 2 Monaten schlüpfen die Larven und durchbrechen die Oothek nachdem sie sich einmal gehäutet haben. Im Laufe von 6-7 Häutungen (die Männchen häuten sich einmal weniger als die Weibchen) entwickeln sie sich nach und nach zur Imago (unvollkommene Entwicklung). Die Überwinterung erfolgt bei uns in Form der Eier. |
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Mantis religiosa beim verzehren einer Heuschrecke |
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Jungtier |
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