Biologie der Schmetterlinge (Lepidoptera)

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Ernährung

Falter bei der Nahrungsaufnahme.

Die Falter, soweit sie überhaupt Nahrung aufnehmen, sind Blütenbesucher.

Falter bei der Nahrungsaufnahme.

Die Larven entwickeln sich überwiegend phytophag an oder in Pflanzen. Ausnahmen sind z.B. die Kleidermotte, die sich von Wolle und keratinhaltigen tierischen Substanzen ernährt. Einige Arten entwickeln sich auch räuberisch. Ganz wenige Arten weisen eine parasitoide Lebensweise auf.

Raupen

Schmetterlinge sind im Larvenstadium fast ausschließlich phytophag, doch treten in verschiedenen Gruppen auch sogenannte "Mordraupen" auf, die in der Zucht einzeln gehalten werden müssen, da sie sich sonst gegenseitig auffressen würden. Neben solchen fakultativ karnivoren, kannibalistischen Arten gibt es, wiederum in verschiedenen Familien, einige Arten, die zum obligatorischen Räubertum übergegangen sind. Als Beutetiere dienen in erster Linie Schildläuse, Blattläuse und andere Homopteren, vielleicht deshalb, weil diese Insekten sessil sind, oft in Aggregationen auftreten und häufig ein weiches Integument besitzen. Solche typischen Prädatoren finden sich beispielsweise unter den Noctuiden, Phycitiden, Psychiden, Blastobasiden und vereinzelt in anderen Familien der Microlepidopteren, darunter auch einige Eiräuber. Meist handelt es sich jedoch um exotische, überwiegend auf die Tropen beschränkte Vertreter.

Einen Sonderfall stellen die Bläulinge (Lycaenidae) dar, von denen einige exotische Unterfamilien ausschließlich räuberisch von Homopteren leben. In der Unterfamilie der Lycaeninae hingegen treten eine Reihe von Arten auf, die in den jüngeren Stadien phytophag sind, als Altlarven jedoch ausschließlich räuberisch in Ameisennestern leben, wo sie sich entweder von der Ameisenbrut oder von Wurzelläusen ernähren. Auf diese komplizierten, teilweise mutualistischen Beziehungen soll hier nicht näher eingegangen werden.

Wie auch in anderen Ordnungen mit carnivoren Vertretern, haben sich ebenfalls bei den Lepidopteren einige wenige Gruppen entwickelt, die zu einer mehr oder typisch parasitoiden Lebensweise übergegangen sind. Dies geschah zum einen in der artenarmen australischen Familie der Cyclotornidae und zum anderen bei den weiter verbreiteten, aber ebenfalls in Australien stärker vertretenen, etwa 30 Arten umfassenden Epipyropiden, die beide fast ausschließlich bei Homopteren schmarotzen und systematisch in die Verwandtschaft der Widderchen (Zygaenoidea) gestellt werden.

Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 14.01.03