Frassbild der Gespinstmotten, Yponomeutidae

Fam. Yponomeutidae

Gespinstmotten

( Lepidoptera )

© Uwe Schneehagen



In manchen Jahren sind Weidenbüsche, Pappeln, etc. an Weg-, Strassen- oder Waldrändern oft fast vollkommen mit einem dichten weißen Gespinst überzogen, der überwiegende Teil der Blätter ist nicht mehr vorhanden. Verantwortlich hierfür sind die Raupen einiger Yponeumotiden-Arten; sie leben gesellig in diesen Gespinsten und verzehren die Blätter. Diese Lebensweise hat ihnen auch den deutsche Name 'Gespinstmotten' eingebracht.


Verbreitung

Weltweit verbreitet, in Mitteleuropa ca. 50 Arten.


Merkmale

Imagines

Kleine Falter, die den Plutellidae ähnlich sehen. Ihre sind Vorderflügel jedoch weiß und mit dunklen Punkten besetzt sind. Sie werden in Ruhe steil dachförmig gestellt.

Larven

Raupen der Gespinstmotten

Die Raupen sind mehr oder weniger nackt. Sie leben gesellig in umfangreichen Gespinsten oder in Blüten, Knospen und Früchten.


Biologie

Larven

Raupen der Gespinstmotten

Neben diesen in Gespinsten lebenden, geselligen Arten, gibt es auch minierende Arten, die sich in Blüten und Knospen entwickeln.

Die Verpuppung erfolgt oft in den Gespinsten.


Bedeutung

-

Die gespinstbildenden Arten können im Obstbau teilweise Kahlfraß verursachen. Ausbrüche der Gespinstmotten im Wald werden meist nicht bekämpft, da sie nach 1-2 Jahren meist wieder zum Erliegen kommen und die Bäume wieder austreiben.


Beispiel

Yponomeuta malinellus - Apfelbaumgespinstmotte

Yponomeuta padellus - Zwetschengespinstmotte


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 02.03.02