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Rhyacionia buoliana (Schiff.) Kiefernknospentriebwickler, Posthorn European pine shoot moth [ Lepidoptera , Tortricidae ] |
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Verbreitung |
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Eurasische Verbreitung. Die Art wurde nach Nord- und Südamerika verschleppt. In Nordamerika wurde sie erstmals 1914 festgestellt. |
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Wirtspflanzen |
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Pinus sylvestris u.a. Kiefern-Arten. Besonders an 3-12 jährigen Kiefern, auch Stangen- und Baumhölzern. Große, lückige Kulturen auf nährstoffarmen, grundwasserfernen Böden werden bevorzugt. |
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Merkmale |
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Vorderflügel der Falter ziegelrot mit gewellten Querbändern, Spannweite 16-23 mm. Hinterflügel braungrau-graurot, Flügeladern schwarz. Regionale Varianten unterscheiden sich in der Färbung. |
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Raupen: Körper der Jungraupe hellbraun, Kopf dunkelbraun, auf Analsegment großer dunkler Fleck. Altlarve bis 24 mm lang, rotbraun, mattglänzend, Kopf und Nackenschild glänzend schwarz. |
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Biologie |
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Generation 1-jährig - Bionomieformel: 7 - 7 , 5 / 6 + 67 |
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Imagines |
VI-VII |
Imagines schwärmen an warmen Abenden, ihre Lebensdauer ist relativ kurz (Weibchen 8-21, Männchen 4-14 Tage). |
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Eier |
VI-VII |
Ablage von 100-300 Eiern, einzeln oder in Gruppen von 2-4 an Terminal- und Quirlknospen oder an Nadelscheiden. |
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Larven |
VII |
Die schlüpfenden Larven (L1) höhlen basale Teile der Nadeln aus. Eine Raupe frißt etwa 4-6 Nadeln. |
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Die L2 wandert zwischen den Quirl endständiger Knospen. Ausscheidung von Gespinst, unter dem sie sich in eine Knospe einbohrt. Austretendes Harz wandelt das Gespinst in ein Gehäuse um, später werden weitere Knospen befallen. |
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Überwinterung als L3 oder L4 |
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V |
Im Frühjahr erfolgt der Hauptfraß. Die Larve wandert zunächst herum und bohrt sich dann erneut in eine Knospe ein. Hier frißt sie im sich streckenden Trieb, oder es werden von außen Rinnen in den Trieb gefressen.
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Puppen |
VI |
Sie erfolgt im unteren Teil des Maitriebes, die Puppe schiebt sich vor dem Schlüpfen etwas aus dem Trieb heraus, um schließlich den Falter zu entlassen. |
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Forstliche Bedeutung |
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Der Kiefernknospentriebwickler ist ein bedeutender Forstschädling, der zu Beginn 20. Jhdts. nach Nordamerika, später auch nach Südamerika verschleppt worden ist. In Südamerika haben kürzlich Nachführungen von Parasitoiden gute Erfolge gezeigt. Bei starkem Befall können alle Maitriebe zerstört werden, Wuchsstörungen, Krummschäftigkeit und Verstärkung der Ästigkeit sind die Folge. Er tritt besonders in Anpflanzungen und Plantagen auf. |
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