Tineola bisselliella (Hum.)

»Kleidermotte«, webbing clothes moth

( Lepidoptera , Tineidae )

© Entomology Department of Clemson University



Die Kleidermotte ist kosmopolitisch verbreitet. Sie kann in Kleiderschränken, Polstermöbeln und in alten Fellen großen Schaden verursachen.

Die kleinen Falter (Flügelspannweite 12-16 mm) sind bräunlichgelb gefärbt und besitzen einen kräftigen gelben Kopfhaarbusch. Die Flügel besitzen keine Flecken und sind rötlichgelb gefärbt.

Im Mai fliegen die Falter tagsüber in den Wohnräumen umher, in geheizten Räumen können sie sogar im Winter angetroffen werden.

Die Weibchen legen die Eier an die verschiedensten Stoffe ab. Die Eier werden nicht angeklebt, sondern in die Vertiefungen des Materials abgelegt. Das Spektrum reicht von Wolle über Polster, Haare bis hin zu Federn.

Nach 8-10 Tagen schlüpfen die schmutziggelben Larven. Ihre Kopfkapsel ist braun gefärbt. Sie fressen bevorzugt an tierischen, seltener an pflanzlichen Stoffen. Sie erzeugen aus ihren Nahrungsstoffen ein beidseitiges offenes röhrenförmiges Gespinst, mit dem sie umherlaufen und aus dem sie heraus fressen. Die Röhren sind langgestreckt, oft spiralig gewunden oder geknickt, können aber auch unregelmäßig verlaufen.

Die Altlarven verpuppen sich in ihren Wohnröhren, aus denen dann recht bald die neuen Falter schlüpfen.

© Entomology Department of Clemson University

Schaden, der durch die Kleidermotte verursacht wurde.

Der Fraß unterscheidet sich von dem der Pelz- bzw. Kabinettkäfer durch die typischen Gespinströhren.


Maßnahmen

Inzwischen wurden Pheromonfallen entwickelt, die, in Kleiderschränken ausgebracht, schlüpfende Falter fangen und so für eine Reduktion des Schädlings sorgen.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 12.03.02