Allergien, verursacht durch Raupen-Haare einige Prozessionsspinner-Arten

© Klaus Hellrigl



Die Raupen-Haare der Prozessionsspinner, können unangenehme und teilweise gefährliche Allergien beim Menschen hervorrufen. Solche Allergien können unter Umständen jahrelang anhalten. Daneben kommt es zu Hautreizungen, Augen- und Schleimhautentzündungen, sowie zu asthmatischen Beschwerden und Fieber.
  • Dabei geht die Giftwirkung nicht von den langen Haaren, sondern von den winzigen, nur 0.1 - 0.2 mm kurzen Mikrotrichien aus. Sie werden leicht vom Wind vertragen oder haften in den Raupennestern, bzw. lagern sich im Boden ab. Diese »Brennhaare« sitzen im Falle des Kiefernprozessionsspinners auf den Abdominalsegmenten 1-8 auf den Spiegelfeldern. Man schätzt, daß eine erwachsene Raupe bis zu 600000 dieser Brennhaare besitzt, die sogar bei Wölbung der Spiegelfelder aktiv ausgeschleudert werden können.

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Als Tourist kann man in Südeuropa die weißen Gespinste der Raupen häufig an Kiefern in der Nähe der Besichtigungsorte beobachten. Man sollte aber tunlichst von diesen Bäumen Abstand halten, auch wenn die Gespinste bereits verlassen sind.

Ähnliche Vorsicht ist auch bei der Untersuchung der Larven ratsam. Beim Umgang mit den Raupen im Labor sollte man auf jeden Fall einen Mundschutz und Handschuhe tragen. Der Gebrauch von Schutzbrille, Handschuhen und Atemschutzmasken beim Aufsammeln der Raupen im Freiland ist keinesfalls eine übertriebe Maßnahme!

Auch das Hantieren mit Bodenproben in Gebieten, wo zuvor Ausbrüche der Prozessionsspinner erfolgten, sollte nur mit Vorsicht geschehen. So erkrankten noch Waldarbeiter beim Aufforsten in Gebieten, wo 2 Jahre zuvor Prozessionsspinner in größerer Dichte auftraten.


Literatur

  • Hellrigl, K. (1995): Der Kiefernprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa DENIS & SCHIFF.) in Südtirol. Landesabteilung Forstwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol. Schriftenreihe für wissenschaftliche Studien: Nr. 1: 75 pp.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 17.06.01