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Thaumetopoea processionea (L.) Eichenprozessionsspinner ( Lepidoptera , Thaumetopoeidae ) |
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Achtung: Die Raupen können Allergien beim Menschen verursachen! |
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Verbreitung |
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Weit verbreitet in Europa. |
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Wirtspflanzen |
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Die Larven entwickeln sich auf verschiedenen Eichenarten, bevorzugt auf Quercus robur. |
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Merkmale |
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Imagines |
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 25-35 mm. Ihre Vorderflügel sind gelbbrau bis graubraun gefärbt und tragen 3 schwarz-graue Querlinien. Die Zeichnung ist oft verwaschen. Die Hinterflügel sind weißgrau, bei den Männchen findet sich ein dunkler Querstreifen. |
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Eier |
Eier in flachen rötlichbraunen Eispiegeln, überzogen mit Sekret und Haaren der Weibchen. |
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Larven |
Die erwachsenen Raupen sind bläulich-schwarz gefärbt, seitlich weißlich und erreichen eine Körperlänge von 3.5 cm. Auf den Thoraxsegmenten sitzen dorsal jeweils 8, auf den Abdominalsegmenten rötliche Knopfwarzen. Der Körper ist dicht mit weißen Haaren besetzt, die ausgesprochen leicht abbrechen. Es werden 6 Larvenstadien durchlaufen. |
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Puppen |
Oval braun. |
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Biologie |
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Imagines |
VIII-IX |
Die Falter treten im August-September auf. |
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Eier |
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Die Eier werden an der Rinde in Form von Eispiegeln aus jeweils 30-200 Eiern an freistehenden Eichen meist in der Astregion abgelegt. |
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Die Überwintern erfolgt im Eistadium. |
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Larven |
IV-VII |
Im Frühjahr (April-Mai) schlüpfen die Larven. Sie leben gesellig in großen Nestern. In der Nacht wandern sie in Form mehrerer, dichtgedrängter Reihen in die Äste, um dort zu fressen und kehren erst am Morgen in ihr Nest zurück. Jüngere Blätter werden ganz gefressen, bei älteren Blättern bleibt oft die Mittelrippe zurück. Diese Nester finden sich selten unterhalb 10 m Höhe. Bei Futtermangel können die Raupen auf andere Bäume überwechseln. |
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Puppen |
VII-VII |
Im Juli-August erfolgt die Verpuppung in den Gespinsten, die inzwischen abgebrochene Haare, Raupenhäute und Kotkrümel enthalten. |
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Forstliche Bedeutung |
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Die Larven dieses Falters sind bedeutende Eichenschädlinge. Bäume können vollständig kahlgefressen werde. |
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Daneben können sie ausgesprochen schädlich auf den Mensch selbst wirken. Die Behaarung bricht sehr leicht ab und wird vom Wind verfrachtet. Sie wird eingeatmet und kann sogar die Kleidung durchbohren. Die Folgen sind u.U. Hautentzündungen, Augenreizungen und Atembeschwerden (Dermatitis, Bronchitis etc.). Also, unbedingt Finger von den Raupen lassen (zumindest ohne Handschutz und Mundschutz) und von größeren Populationen weit Abstand halten! Bei Unwohlsein sollte möglichst bald ein Arzt zu Rate gezogen werden. So mußten aus diesen Gründen bei Ausbrüchen in den Niederlanden und Westdeutschland ärztliche Beratungsstellen eingerichtet werden. |
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