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Fam. Phyllocnistidae Saftschlürfmotten ( Lepidoptera ) |
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Die Phyllocnistidae sind eine gattungs- und artenarme Schmetterlingsfamilie, deren Larven sich minierend in Blättern entwickeln. Der deutsche Name bezieht sich dabei auf eine Besonderheit ihrer Lebensweise: Die Minen werden nur oberflächlich im Blatt angelegt und die Larven ernähren sich nur von dem dünnflüssigen epidermalen Zellinhalt, was im englischen als sap-feeding bezeichnet wird. In den meist langen Minen finden sich nur wenig Kotbestandteile. Leere Minen erscheinen im auffallenden Licht weißlichglänzend oder silbrigweiß. Durchfallendes Licht macht die Mine nicht sichtbar. Die Larven zeichnen sich auch durch einige morphologischen Besonderheiten aus. So ist das Labrum groß ausgebildet und bedeckt die Mandibeln. Dieses Besonderheit wird unterschiedlich interpretiert: Es soll die Epidermis vor einer Verletzung durch die Mandibeln schützen, andere Autoren sind der Meinung, daß sie besondere Funktion bei der Aufnahme der dünnflüssigen Nahrung haben. Zur Verpuppung begeben sich die Larven an den Blattrand und spinnen sich in dem umgeschlagenen Rand ein. Die Puppen besitzen am Kopf hakenförmige, zahnartige Gebilde (Korkenbohrer), mit denen sie vor dem Schlüpfen das Gespinst zerschneiden um den Falter zu entlassen. Auf Schwarzpappeln kommen häufiger die langen Gangminen von Phyllocnistes unipunctella, und auf Weide die Minen von Phyllocnistes saligna vor. |
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