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Panolis flammea Schiff. Kieferneule, Forleule ( Lepidoptera , Noctuidae ) |
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Die Forleule ist ein gefürchteter Forstschädling an Kiefer, der in periodischen Abständen immer wieder zum Ausbruch kommt. Durch den frühen Fraß der Larven kommt es leicht zum Absterben der Bäume. |
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Verbreitung |
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Die Forleule ist vom nichtpolaren Nordeuropa bis Spanien, Mittel-Italien, sowie östlich bis zum Wolgagebiet hin verbreitet. Sie findet sich auch in Großbritannien und in Finnland bis hin zum 63. Breitengrad. Außerdem tritt sie in weiten Teilen Asiens bis Japan auf. |
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Wirtspflanzen |
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Kiefer (Pinus sylvestris). Bei Massenvermehrungen auch andere Pinus-Arten, Picea, Pseudotsuga, Larix, Abies, Juniperus, Chamaecyparis, Quercus und Betula. |
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Imagines |
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Kopf und Brust sind rötlichgrau, der Hinterleib ist gelbgrau behaart. |
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Eier |
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Die Eier sind halbkugelig und weisen von Pol zu Pol bis zum Grund verlaufende Furchen auf. Sie sind zunächst grün, nehmen später dann aber eine weißlich bis rötliche Färbung an. |
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Larven |
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Die Raupen sind unbehaart und besitzen neben den 3 Thorakalbeinen 4 Paar Beine an den Abdominalsegmenten 3-6 und 1 Paar Nachschieber am letzten Abdominalsegment. |
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Die L1 ist hellgelb bis lichtgrün gefärbt und besitzt einen honiggelbem Kopf, sowie eine undeutlich heller Längsbinde. Bei Junglarven ist das 1. Bauchfußpaar zunächst nur schwach ausgebildet, so daß sie sich spannerartig fortbewegen. |
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Altlarven besitzen einen rotbraunen Kopf. Auf dem Körper finden sich eine helle Rückenlinie und jederseits 3 helle Längsbinden. Im ausgewachsenen Zustand messen die Raupen ca. 37-40 mm. |
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Puppen |
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Puppen braun gefärbt, bis 15 mm groß. Sie besitzen ein zweispitziges Kremaster und dorsal einen kleinen Höcker. |
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Biologie |
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Generation 1-jährig - Bionomieformel: 5 - 67 / 8 , 3 + 35 |
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Imagines |
III-V |
Die Falter schwärmen bereits sehr zeitig im Frühjahr abends im Kronenbereich 30-45 Minuten, die Begattung erfolgt nachts. Sie sind mit 3-4 Wochen relativ langlebig und ernähren sich von Weiden-, Birken- und Erlenpollen. |
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Eier |
V |
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Larven |
VI-VII |
In Mitteleuropa liegt die Entwicklungszeit der Raupen bei etwa 4 Wochen (bei 22°C: 44 Tage), wobei 5 Larvenstadien durchlaufen werden. Der Larvenfraß erstreckt sich bei uns etwa über 10 Wochen. |
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Puppen |
VIII |
Die Altlarven lassen sich aus der Krone fallen oder kriechen an den Stämmen herab. Anschließend wird im Boden eine kleine Kammer erzeugt und mit dünnem Seidengespinst ausgekleidet. Die Verpuppung erfolgt nach 3-5 Tagen. Die Puppen liegen unmittelbar unter der Streuschicht. Fehlt die Bodendecke, so bohren sie sich auch in den Mineralboden. In Mitteleuropa hat sich der überwiegende Teil der Larven im Juli verpuppt, vereinzelt können aber noch Larven bis in den November hinein gefunden werden. |
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Die Puppen überwintern bis etwa März des nächsten Jahres. |
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sonstiges |
Die Junglarven benötigen bis zur ersten Häutung unbedingt Nadeln der Maitriebe. Sind diese noch nicht ausgetrieben, so bohren sie sich auch in die Knospen ein. Ab L2 können sie auch vorjährige Nadeln fressen, bevorzugen Jungnadeln aber oft noch bis zur L3. Die Altlarven gehen schließlich auf die Altnadeln über. Eine L5 benötigt ewa 190 Nadeln! |
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Feinde |
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z.B. Eiparasitoide |
Larvenparasitoide |
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Sandwespe Ammophila sabulosa L. (Sphecidae, Grabwespen). die eine paralysierte Raupe zum Nest transportiert. |
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Bedeutung |
Es können alle Alterklassen befallen werden, bevorzugt werden jedoch 20-80 jährige Bestände der Klassen III-IV. Der Fraß schreitet von den Zweigspitzen zum Kroneninneren und von unten nach oben fort. Das Gefährliche dieser Art ist ihr Frühfraß: Kahlfraß im Juni/Juli, wenn die Knospen für das nächste Jahr noch nicht gebildet sind, führt zum Absterben der Bäume. Geschwächte Bäume werden leicht von Sekundärschädlingen (Borkenkäfer und Rüsselkäfer - Pissodes) befallen. |
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Ausbrüche: |
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Prognose |
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Bei höheren Larvendichten finden sich Mitte bis Ende Juni unterhalb der Krone grüne Kotkrümel, sowie erste Kronenverlichtungen. Bei uns findet im Winter routinemäßig eine stichpunktartige Bodensuche (Probepuppensuche) statt. Im Falle von höheren Dichten werden zusätzlich Parasitierungsraten so später Ei- und Larvendichten ermittelt. |
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Literatur |
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Eine kurze Übersicht findet sich bei: Feemers, M. (1997): Ein Überblick zur Morphologie, Biologie und Ökologie der Kieferneule. LWF Aktuell, Juni 1997: 4-6. Eine alte, aber sehr ausführliche Darstellung gibt: Sachtleben, H. (1929): Die Forleule - Panolis flammea Schiff.. Monographien zu Pflanzenschutz Nr. 3. Julius Springer Verlag Berlin. 161 S. |
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