Fam. Lymantriidae

Trägspinner, Schadspinner, Wollspinner

( Lepidoptera )

© Markku Savela


Verbreitung

Die mit den Eulen nahe verwandten Trägspinner sind auf der ganzen weltweit mit ca. 3000 Arten verbreitet, von denen etwa 25 Arten in Europa vorkommen.


Merkmale

Mittelgroß bis große Falter, wobei die Männchen oft kleiner als die Weibchen sind.
Der Saugrüssel ist teilweise oder ganz reduziert. Die Antennen der Männchen sind stärker gekämmt als die der Weibchen (hängt mit Sexuallockstoffen zusammen (
Sexualdimorphismus).

Sie besitzen Tympanalorgane. Bei den Weibchen einiger Arten sind die Flügel reduziert

Die Eier werden in mehr oder weniger geschlossenen, manchmal mit Afterwolle bedeckten Gelegen (Eispiegel) abgesetzt.

Die Raupen besitzen stets 8 Fußpaare (3 Thorakalbeine, je ein Paar an den Segmenten 6-9 und ein Paar Nachschieber). Sie sind mehr oder weniger stark behaart. Die Haare können sternförmig auf Warzen oder als Bürsten auf den mittleren Körperringen sitzen (Haarbürsten).


Besonderheiten

Die Larven einiger Arten besitzen Brennhaare, die beim Menschen brennend, nesselnde allergische Reaktionen auslösen, eingeatmet Hustenreis und asthmatische Anfälle auslösen. Die geknöpften Haare sind hohl und enthalten Proteine. Arten mit Brennhaaren sind z.B. Schwammspinner und Goldafter (Euproctis chrysorrhoea).


Forstliche Bedeutung

Eine Reihe von Arten (wie Schwammspinner und Nonne) sind Forstschädlinge. Viele Arten sind jedoch ohne wirtschaftliche Bedeutung oder verursachen höchstens geringen Schaden.


Beispiele

Weibchen des Schwammspinners

Dasychira pudibunda L. - Buchenrotschwanz, Streckfuß

Lymantria monacha - Nonne

Lymantria dispar - Schwammspinner

Dasychira pudibunda - Buchenrotschwanz, Streckfuß

Porthesia similis - Schwan

Larve des Schlehenspinners, Orgyia antiqua


Porthesia similis - Schwan

Orgyia antiqua - Schlehenspinner

Euproctis chrysorrhoea - Goldafter



sBestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 13.07.03