Larve des Schlehenspinners, Orgyia antiqua

Orgyia antiqua (L.)

Schlehenspinner, Aprikosenspinner, Kleiner Bürstenspinner

( Lepidoptera , Lymantriidae )

© Uwe Schneehagen



Der deutsche Name Schlehenspinner ist im Grunde genommen irreführend, da sich die Raupen an den verschiedensten Laub- und Nadelbäumen entwickeln können.


Verbreitung

Laub- und Mischwälder.


Wirtspflanzen

Die Raupen entwickeln sich polyphag an Laub- und Nadelhölzern.


Merkmale

Falter: Männchen mit rostbraunen Vorderflügeln, die dunkle Querlinien tragen. Im Innenwinkel findet sich ein weißer Fleck. Die Fransen sind dunkel gefleckt. Die Hinterflügel sind rostgelb gefärbt. Die flugunfähigen Weibchen des Schlehenspinners besitzen nur kleine Flügellappen. Sie ähneln so den Frostspannerweibchen, unterscheiden sich von diesen aber durch das plumpere und wollig behaarte Abdomen.

Die bunten Raupen besitzen eine schwarze Kopfkapsel, der mit roten Warzen besetzte Körper trägt 4 Dorsalbüschel ('Pinsel') und seitwärts ausgerichtete Pinsel. Die Pinselpaare sind terminal kolbenförmig verdickt. Ausgewachsene Raupen erreichen eine Länge von etwa 30 mm.

Puppen: Gelblichgrau, in dichtem Gespinst.


Biologie

Der Schlehenspinner durchläuft 1-3 Generationen, meisten 2 Generationen. Die Männchen fliegen vom Mai bis Juni, bei einer 2. bzw. 3. Generation auch noch von Juli bis September, bzw. auch noch im Oktober. Die flugunfähigen Weibchen sind recht träge und locken die Männchen oft noch auf dem Puppengespinst mit Hilfe eines Sexualpheromons zur Paarung an.

Unmittelbar nach der Paarung werde die Eier in Form eines Geleges abgelegt. Die Eier der letzten Generation überwintern.

Flug:

J

F

M

A

M

J

J

A

S

O

N

D


Bedeutung

Schlehenspinner können gelegentlich im Obstbau einen gewissen Schaden verursachen, dieser ist jedoch meist gering, da die Art nicht zu echten Gradationen neigt.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 25.07.02