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Lymantria dispar (L.) Schwammspinner, Gypsy Moth ( Lepidoptera , Lymantriidae ) |
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Verbreitung |
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In den wärmeren Gebieten Europas. In Nordafrika, in großen Teilen der ehemaligen UDSSR, in der Mongolei, China, Korea, Japan. 1869 nach Nordamerika (Massachusetts) verschleppt, bis Mitte des 20. Jhdt. über die gesamte USA verbreitet. |
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Wirtspflanzen |
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Der Schwammspinner ist eine ausgesprochen polyphage Art: Betula, Crataegus, Larix, Picea, Malus, Populus, Prunus, Quercus, Salix, Ulmus. Laubgehölze, darunter vorwiegend Obstbäume, aber auch Eichen und Hainbuchen werden bevorzugt. Er kann sich auf über 650 verschiedenen Pflanzenarten aus 53 Familien entwickeln. |
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Merkmale |
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Weibchen bis 55 mm Flügelspannweite, schmutzig weiß mit dunklen gezahnten Querstreifen ( Allerdings ist die Färbung variabel, wie die linke Abbildung zeigt). Der Hinterleib ist breit abgestutzt. |
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Männchen bis 40 mm Flügelspannweite, braungrau. Von den Weibchen können sie an den stärker gekämmten Antennen unterschieden werden. |
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Die Eier sind zunächst blaß-rot, später dunkelgrau. Die Eigelege sind dick mit gelb-brauner Afterwolle abgedeckt (daher der deutsche Name 'Schwamm'spinner). |
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Die Junglarven sind schwarz und behaart. |
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Der Körper der Altlarven ist dorsal mit paarigen mit Warzen bedeckt. Diese sind auf den ersten 5 Körpersegmenten blau, auf den restlichen Körpersegmenten rot gefärbt. Die Länge ausgewachsener Larven liegt bei 40-80 mm. |
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Puppen: 20-30 mm lang, dunkelbraun, mit feinen Haarbüscheln besetzt, am Ende mit hakenförmigen Fortsätzen. |
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Biologie |
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Generation 1-jährig - Bionomieformel: 8 , 4 - 47 / 8 + 89 |
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Imagines fliegen von August bis September. Die Männchen schlüpfen einige Tage vor den Weibchen (Protandrie). Die Lebenserwartung der Imagines liegt bei etwa 14 Tagen. |
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Eiablage im August. Die Eier werden in Gelegen von meist 100 Stück abgelegt, etwa 250-500 Eier je Weibchen. Die Eiablage erfolgt bevorzugt am unteren Stammteil (unter 4 m). |
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Die Überwinterung erfolgt im Eistadium |
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Die Jungraupen schlüpfen aus den Eiern, wenn im Frühjahr die Durchschnittstemperatur etwa 10°C beträgt. Raupen sind bei uns von April bis Juli anzutreffen, ihre Entwicklungszeit liegt bei ca. 70 Tagen, in wärmeren Gebieten bei 45-50 Tagen. |
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Die Verpuppung erfolgt im August, die Puppenzeit etwa 14 Tage. |
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Besonderheiten |
Die Junglarven fressen tagsüber, Altlarven meist nachts, lediglich bei Massenvermehrungen auch tagsüber. Es gibt eine europäische und eine asiatische Rasse. |
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Feinde |
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Forstliche Bedeutung |
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Massenvermehrungen erfolgen bei uns besonders in Eichenbeständen. Die Ausbrüche beginnen auf größeren Arealen punktartig, breiten sich dann aus und können 3-4 Jahre andauern. Geschädigte Bäume ergrünen wieder, wenn der Fraß im Juni endet. Eichen sterben besonders dann ab, wenn eine längere Sommerdürre hinzu kommt. |
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