|
Zeucera pyrina Blausieb - Wood leopard, Leopard moth [ Lepidoptera , Cossidae ] |
|
Verbreitung |
|
Europa, besonders Mittel- und Südeuropa, im Süden der ehemaligen UDSSR bis Krim und Kaukasus. Das Blausieb wurde nach Ostasien, in den Fernen Osten und nach Nordamerika verschleppt. Es konnte auch in Südafrika nachgewiesen werden. |
|
Wirtspflanzen |
|
Das Blausieb ist polyphag: Die Larven können sich in fast allen Laubhölzern entwickeln. Bevorzugt werden Harthölzer wie Ulme, Esche, Edelkastanie, Birke und Obstbäume. |
|
Merkmale |
|
Männchen: Flügelspannweite 50 mm, Weibchen: Flügelspannweite 60-70 mm. Bei beiden Geschlechtern Flügel weiß mit blauschwarzen Flecken, Hinterflügel kleiner und blasser. |
|
|
Thorax dorsal mit meist 6 blauschwarzen Punkten auf weißem Untergrund in 2 Reihen angeordnet. Antennen der Männchen bis zur Hälfte gefiedert, die der Weibchen borstenförmig. Am Hinterende der Weibchen ist die Legeröhre zu erkennen. |
|
|
Eier gelb bis schwach rosa. |
|
|
Die jungen Raupen sind fleischgelb, ältere Raupen orangegelb mit glänzend schwarzen Warzen. Kopf, After und Nackenschild sind schwarz, letzterer mit einem gelben Längsstrich in der Mitte. Altlarven erreichen eine Länge von 50-60 mm. |
|
|
Puppen mit einer Länge 40-50 mm, hellbraun. Sie tragen einen nackenförmigen Fortsatz an ihrem Kopfende. |
|
|
Biologie |
|
Mehrjährige Entwicklung, Bionomieformel: 67 - 7 , A , 5 / 5 + 56 |
|
Die Falter schwärmen, je nach örtlichem Klima Juni bis August. Die Eier werden einzeln auf die Rinde abgelegt, vorwiegend von Terminaltrieben in Kronennähe. |
|
Die schlüpfenden Raupen bohren sich durch die Rinde bis zum Bast, den sie plätzend fressen. Schließlich erzeugen sie einen 20 cm langen, drehrunden aufsteigenden Gang im Holz. Kot und Späne werden von Zeit zu Zeit durch Öffnungen ausgeworfen. |
|
Die Larven überwintern zweimal. |
|
Nach 2-jähriger Larvalentwicklung erfolgt die Verpuppung am Ende der Fraßgänge in der Nähe einer Öffnung. |
|
Bedeutung & Diagnose |
|
Junge Bäume können durch die lange Fraßzeit der Raupen u.U. zum Absterben gebracht werden. |
|
|
Last
modified: |