Imago des Weidenbohrers - Cossus cossus.

Cossus cossus (L., 1758)

Weidenbohrer - Goat Moth

[ Lepidoptera , Cossidae ]

© Markku Savela


Verbreitung

Europa, Sibirien, Zentralasien, Ferner Osten, westliche und nördliche Teile Chinas. Bei uns sind sie in Aulandschaften, Waldgebieten, Obst und Hausgärten anzutreffen.


Wirtspflanzen

polyphag: Weiden, Pappeln, Obstbäume, Ulme, Erle, Eiche, Linde, Esche, Buche, Birke und Ahorn.


Merkmale

Imago des Weidenbohrers - Cossus cossus.

Flügelspannweite der Männchen 65-70 mm, die der Weibchen 80-95 mm. Bei beiden Geschlechtern sind die Vorderflügel graubraun bis dunkelgrau und besitzen einen verschwommenen hellen Fleck.

Die Hinterflügel sind grau-braun mit matten, dunklen Wellenlinien. Der Thorax ist dunkel, das Abdomen hell-dunkel geringelt.

Die Eier sind hellbraun gefärbt und ca. 1.2 mm lang. Von oben gesehen haben sie eine länglich-oval Form und besitzen schwarze Meridionalstreifen.

Larven und Fraßgänge des Weidenbohrers - Cossus cossus.

Larven groß, fleischrot gefärbt. Kopfkapsel und Nackenschild schwarz; Kopf teilweise in den Körper zurückgezogen. Sie erreichen ausgewachsen eine Länge von bis zu 65 mm und hinterlassen einen Geruch nach Essigsäure.

Länge der Puppen 40-50 mm, gelb, mit dunkelbraunen Flügelscheiden.


Biologie

Generation mindestens 2jährig, in manchen Gebieten 3-4jährig: Bionomieformel: 67 - 8 , A , 4 / 5 + 56

Die Imagines schwärmen im Juni-Juli, meist abends.

Die Eiablage erfolgt im Juni-Juli. Die Eier werden dabei in Gruppen von 15-50 Stück in Rindenritzen abgelegt, bevorzugt im unteren Bereich der Stämme bis in eine Höhe von 2 m. Ein Weibchen kann bis zu 900 Eier ablegen. Die Eizeit liegt bei 14 Tagen.

Die Larven schlüpfen ab August, ihre Entwicklung ist mehrjährig. Die Junglarven plätzen zunächst unter der Rinde, gehen dann aber ins Holz über

Sie bohren sich bis etwa 2 m aufwärts und steigen dann wieder abwärts in die flachstreichenden Wurzeln. Nagespäne und Kot werden durch Öffnungen ausgeworfen. Bei Nahrungsmangel können die Larven auf andere Bäume überwandern.

Die Larven überwintern wenigstens zweimal.

Abschluß der Larvalentwicklung frühestens im Mai des 3. Jahres.

Die Verpuppung erfolgt im Mai, unterhalb der Ausbohröffnung. Dabei schiebt sich die Puppen halb aus der Öffnung heraus. Die Puppenruhe beträgt etwa 3-6 Wochen.


Bedeutung & Diagnose

Der Schaden ist hauptsächlich technisch. Diagnose:

Ausgeworfener Kot und Späne.

Die Larven fallen durch ihren starken Holzessig-Geruch auf.

Die Bohrgänge sind, im Gegensatz zum Blausieb, oval.


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Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 13.07.03