Ord. Isoptera

Termiten

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Die Termiten nehmen unter eine Sonderstellung: Unter den hemimetabolen Insekten sind sie die einzige Ordnung, die staatenbildend sind und eine ausgeprägte Polymorphie (Kastenbildung) mit Arbeitsteilung aufweisen. Ihre Bauten gehören innerhalb der Insekten mit zu den größten architektonischen Leistungen. Sie sind so aufgebaut, daß sie eine optimale Klimatisierung bewirken und selbst Architekten können von den Bauprinzipien noch lernen: Erst kürzlich wurde ein Gebäude errichtet, in dem Prinzipien eines Termitenbaus verwirklicht wurden und das so ausgesprochen Sparsam im Energieverbrauch ist.


Verbreitung

Der überwiegende Teil der Termiten-Arten lebt in den Tropen und Subtropen, nur wenige Arten kommen in den gemäßigten Breiten vor. In Südeuropa kommt die Gelbhalsholztermite (Kalotermes flavicollis), im Süden von Frankreich die Lichtscheue Bodentermite (Reticulitermes lucifugus) und in den Wäldern Rumäniens R. clypeatus vor. Die gelbfüßige Bodentermite (R. flavipes) wurde im 19. Jahrundert aus dem Osten der USA nach Europa verschleppt und hat sich unter anderem in Hamburg »breitgemacht«.

Merkmale



Biologie

Staatenbildung

Termiten leben in Staaten, die teilweise mehr als 50 Millionen Individuen beherbergen können.

Kastenbildung

Termiten sind durch ihre Kastenbildung charakterisiert. Je nach Art kommen in einem Staat u.U. mehr als 10 verschiedene Kasten vor.

Ernährung

Es finden sich unterschiedliche Ernährungsweisen:

  • Kultivierung von Pilzen

  • Fressen abgestorbener Pflanzenteile, besonders Holz.

  • Der geringere Teil der Arten ist ganz oder teilweise phytophag. Zur Verdauung der Zellulose besitzen sie Symbionten.

Bauten

Sie sind dunkelliebend, aus diesem Grunde legen sie ihre Nester unter der Erde, im Inneren von Holz oder in oberirdischen Erdbauten an.

Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 03.03.02