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U.-Fam. Nematinae ( Hymenoptera , Symphyta , Tenthredinidae ) |
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Die Nematinen sind die artenreichste Unterfamilie innerhalb der Blattwespen. Sie sind besonders in Nordeuropa und den Gebirgen Mitteleuropas vertreten. In Finnland machen sie mehr als 40% der dort lebenden Blattwespenfauna aus. |
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Verbreitung |
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Holarktisch verbreitet. Die Verbreitung einige weniger Gruppen beschränkt sich auf die Gebirge Südamerikas und der Indo-Malayischen Region. Artenreich und besonders stark vertreten sind die Nematinen im hohen Norden und den Gebirgen Europas. |
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Biologie |
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Imagines: Lebensdauer mit ca. 2 Wochen meist kurz. Geschlechtsverhältnis bei den einzelnen Arten unterschiedlich, eine ganze Reihe von Arten sind parthenogenetisch. Nur ganz selten treten bei diesen Arten überhaupt Männchen in geringer Zahl auf (z.B. Pristiphora erichsonii). |
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Eiablage: Je nach Art unterschiedlich und oft artspezifisch. Nematus pavidus und Nematus melanaspis legen ihre Eier z.B. auf der Blattunterseite von Weiden ab, wobei jedoch nur ein kleiner Teil des Eies in das Gewebe versenkt wird. |
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Andere Arten versenken ihre Eier in Reihen in die Triebe ihrer Wirtspflanzen. Die Große Lärchenblattwespe Pristiphora erichsonii versenkt etwa 40 Eier reihenförmig in Eitaschen in die Achse der Maitriebe. |
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Hoplocampa-Weibchen, deren Larven sich in Früchten entwickeln, stechen ihre Eier meist in die Basis der Kelchblätter ein. |
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Larven: Unter den Nematinen gibt es sehr unterschiedliche Lebensformtypen: solitäre und gregäre freifressende Arten (z.B. Nematus), gallbildende Formen (Pontania, Euura, Phyllocolpa), Früchtebewohner (Hoplocampa) und Blattminierer (Pseudodineura). |
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Puppen: Die Altlarven spinnen ihren Kokon überwiegend im Boden, manche Arten jedoch auch in Rindenritzen, Astgabeln oder an Blättern. Die Kokons sind entweder durchsichtig und 3-schichtig oder bräunlich fest ausgebildet (1-3 schichtig). Oft haften an ihrer Oberfläche Erd- oder Pflanzenpartikel. |
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Bedeutung |
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Selbst bei Massenentwicklungen verursachen Nematinen, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, keinen wirklichen ernsthaften Schaden. Probleme verursachen z.B. die Fichtenblattwespe (Pristiphora abietina), die zu Verbuschung von Fichtne führen kann. Im Falle von anderen Arten führen Massenentwicklungen zwar zu Zuwachsverlusten, aber nicht zum Absterben von Wirtspflanzen. |
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Systematik |
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Die Systematik ist schwierig und immer noch im Fluß. |
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Imagines und Larven sind oft schwer bis zur Art anzusprechen, man kommt mit den Standard-Bestimmungsbüchern meist nicht sehr weit und benötigt Primärliteratur und einen gehörigen Schuß Einarbeitung. Allerdings gibt es etliche Arten, deren Larven und Fraßbilder so typisch sind, daß diese, besonders bei Kenntnis der Wirtspflanze, ohne größere Schwierigkeiten auch von Anfängern erkannt werde können! |
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Beispiele |
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Unterfamilie |
Gattung |
Beispiele |
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Cladiini |
Cladius |
C. pectinicornis |
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Priophorus |
P. pallipes |
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Trichiocampus |
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Nematini |
Hoplocampa |
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Hemichroa |
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Platycampus |
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Anoplonyx |
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Dineura |
D. virididorsata |
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Mesoneura |
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Nematinus |
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P. leucaspis , P. leucosticta , P. piliserra , P. purpureae |
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Pristiphora |
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Amauronematus |
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Nematus |
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Pachynematus |
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