Larve von Pristiphora geniculata auf Sorbus

Pristiphora geniculata

( Hymenoptera , Symphyta , Tenthredinidae , Nematinae )

© Ewald Altenhofer


Verbreitet in Nord- und Mitteleuropa bis Italien, ostwärts bis Sibirien. Die Art wurde in den Osten Nordamerikas verschleppt.


Wirtspflanzen

Ebereschen (Sorbus aucuparia)


Merkmale

Imagines

Imagines 6.5-7.5 mm lang, schwarz.

Eier

1.3 mm lang, perlgrau.

Larven

Larve von Pristiphora geniculata auf Sorbus

Die Larven besitzen zunächst einen schwarzen, später gelben Kopf. Der Rumpf ist auffallend gelb gefärbt und trägt eine charakteristische schwarze Fleckenzeichnung. Ausgewachsen erreichen sie eine Körperlänge von 15-18 mm.

Puppen

Verpuppung in einem 6.5-8.5 mm langen Kokon.


Biologie

Eiablage

Das Weibchen legt in die Blattzähne hintereinander 25-30 Eier je Fiederblatt ab. Ein Weibchen kann 40-150 Eier ablegen, meist etwa 80 Eier. Die Eizeit liegt bei 4-16 Tagen, bei 20°C bei 6-7 Tagen.

Larven

Die Larven entwickeln sich solitär, d.h. sie fressen in Kolonien. Dabei sitzen sie rittlings auf den Blatträndern.


Dabei scheinen sie an die koloniale Lebensweise gebunden zu sein. Einzeln fressende Larven wachsen schlecht, kümmern und sterben meist ab. Sie bilden nur einen wurmförmigen Körper aus. Die Larvalzeit liegt bei etwa 3 Wochen.

Verpuppung

Zur Verpuppung begeben sich die Altlarven in den Boden, wo sie ihren Kokon spinnen.


Die Überwinterung erfolgt im Kokon.

Generationen

Bei uns werden in tieferen Lagen meist 2 Generationen je Jahr durchlaufen, allerdings überliegen oft schon viele Individuen der 1. Generation. In alpinen Regionen durchlaufen sie meist nur eine Genrationen je Jahr.


Bedeutung

Zwar wurden 1923 bei Berlin oder 1963/64 bei Tirol stärkere Schäden durch P. geniculata gemeldet, doch ist insgesamt gesehen ihre forstliche Bedeutung gering.

Die Art wurde allerdings in den Osten Nordamerikas verschleppt. Sie verursachte in Ostkanada starke Schäden an Sorbus aucuparia und S. americana, so daß 1973 im Rahmen eines Biocontrol-Programmes Hauptparasitoide nachgeführt wurden.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 12.07.02