Camponotus

Roßameisen, Riesenameisen

( Hymenoptera , Formicidae )

© Entomol. Dp.. of Clemson-University


Ausfliegende Imagines von Camponotus ligniperda

Es gibt mehrere Arten von Camponotus, am häufigsten treten bei uns C. ligniperda Latr. und C. herculeanus L. (Riesenholzameise) auf. Sie wurden früher auch als Unterarten behandelt (C. herculeanus herculeanus und C. herculeanus ligniperda).


Biologie

Ernährung

Süße Pflanzensäfte und Honigtau, gelegentlich auch tierisch. Daneben können auch Knospen und Triebe benagt werden. Das Holz der Nester wird nicht gefressen!

Trophobiose mit Rindenläusen.

Fortpflanzung

Hochzeitsflug meist im Juni, oft unter Schwarmbildung. Nach der Paarung streift das Weibchen die Flügel ab und gründet ein Nest. Zunächst zieht es die Larven alleine auf, im darauf folgenden Frühjahr übernehmen Arbeiterinnen diese Aufgabe und die Königin verlegt sich ganz auf die Eiablage.

Nester werden in der Erde (Erdnester) oder in Bäumen erzeugt. Bei Baumnestern:

Die Nestkammern beschränken sich auf das Kernholz.
Der Splint wird nicht benutzt.
Das weiche Frühjahrsholz wird aus den Jahresringen herausgefressen, das harte Herbstholz stehengelassen.
Es entstehen konzentrische ineinander stehende Hohlzylinder, die Zwischenräume dienen als Gänge und Kammern.
Die Ameisen dringen in Wurzel oder Stamm ein, die Nester können später bis 10 m hoch reichen.

Bevorzugt in Weichhölzer, wie Fichte, Tanne oder Kiefer, gelegentlich aber auch in Laubhölzern (Eiche, Weide, Pappel, Birke).

Unterschiede

C. herculeanus

C. ligniperda

Nestbau bevorzugt Holz stehender Bäume

Anteil an Erdnestern größer, ansonsten bauen sie ihre Nester eher in morschem Holz.

Bevorzugt feuchtere Standorte.

Wärmeliebend, bevorzugt eher trockene Standorte, wie Sandböden und Kieferbestände.

Feinde

Der größte Feind ist der Schwarzspecht.


Bedeutung & Diagnose

Der Befall stehender Stämme führt gerade zur technische Entwertung des stärksten Teiles. Befallene Bäume überleben aber meist, da der wasserführende Splint nicht angegriffen wird.

  • Schaden an Laubhölzern eher gering.

  • In Fichtenbeständen können die Ameisen stärkeren Schaden verursachen.

Erkennbar an weißen, flockigen Holzspänen in Stammnähe, Spechtschläge.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 24.04.02