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Diprion pini (L.) Gemeine Kiefernbuschhornblattwespe ( Hymenoptera , Symphyta , Diprionidae ) |
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Verbreitung |
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D. pini wurde in ganz Europa, sogar in Algerien nachgewiesen. |
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Wirtspflanzen |
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Pinus sylvestris und Pinus nigra (bes. osteuropäische D. pini-Populationen) |
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Biologie |
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Imagines |
Im Gegensatz zu den Larven sind die Imagines nur schwer von Diprion similis zu unterscheiden. |
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Die Kopula kann bereits kurz nach dem Schlüpfen erfolgen und dauert etwa 15-20 Minuten. |
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Eier |
Die Eier sind weißlich-gelb und ca 1.5 mm lang. Insgesamt können 60-120 Eier in Form von 6-15 Reihen in Kiefernadeln abgelegt werden. Dabei ist die Anzahl der Eier pro Kiefernadel abhängig von deren Nadelgröße und Beschaffenheit: 10-20 Eiern bei Pinus sylvestris, bis zu 40 bei P. nigra (Schwarzkiefer). Die Eitaschen werden mit einem schaumigen Sekret abgedeckt. Die Dauer einer Eiablage liegt bei ca. 6-9 Minuten pro Ei, insgesamt erstreckt sich die Eiablage über mehrere Tage. |
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Larven |
Die Larven entwickeln sich gesellig in Kolonien (gregäre Entwicklung) an den Nadeln von Kiefern. Die Junglarven erzeugen einen Pinselfraß (d.h., sie lassen die Mittelrippe der Nadel stehen), die Altlarven fressen die ganzen Nadeln bis zur Scheide ab. Bei Nahrungsmangel wird auch die Rinde der Zweige befressen. Bevorzugt werden die Altnadel von Kiefern gefressen, die Maitriebe werde auf Grund ihres höheren Gehaltes an Inhaltsstoffe gemieden. Männliche Larven durchlaufen 5, weibliche Larven 6 Larvenstadien. Als Folge unterscheiden sich die Altlarven (und später die Kokons, bzw. die Imagines) der beiden Geschlechter deutlich in der Größe. |
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Puppen |
Die Kokons von D. pini sind hell oder dunkelbraun gefärbt. Dies hängt davon ab, ob das Einspinnen im Trockenen oder bei Feuchte stattgefunden hat. |
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Deshalb sind Sommerkokons (Kokons der 1. Generation), die sich an Zweigen und in Rindenritzen finden, hell, Winterkokons, die vor allem in den obersten Bodenschichten gebildet werden, dunkelbraun. |
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Entwicklung |
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Die Entwicklungszeiten sind stark abhängig von den Standorten und von der Jahreszeit.
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Generationen |
Weiterhin kann sich die Diapause bei D. pini über bis zu 3 Jahre erstrecken ("Überliegen"). |
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Forstliche Bedeutung |
Faktoren die zum Zusammenbruch der Gradation führen sind: Eiparasiten, Kokonparasitoide und Räuber. |
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Natürliche Feinde |
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Prädatoren |
Als bedeutender Larvenprädator wurde oft die rote Waldameise beobachtet. Vögel scheinen als Larvenprädatoren von untergeordneter Rolle zu sein. Mäuse und Spitzmäuse können, besonders zu Zeiten der Latenz, große Mengen an Kokons vernichten. Daneben sind Elateridenlarven, Wildschweine und Eichhörnchen und bei oberirdischen Kokons Vögel wie Meisen und Kleiber von Bedeutung. |
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Parasitoide |
Parasitoide sind, besonders zu Zeiten der Ausbrüche, von großer Bedeutung. Sie bauen, zeitversetzt, ihre Dichten schnell auf und können u.U. mit Parasitierungsraten von mehr als 90% erheblich zur Reduzierung des Schädlings beitragen. Beteiligt an den Zusammenbrüchen sind besonders die Kokonparasitoide. |
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Pathogene |
Es gibt eine Reihe von Pilzen, die die Kokons angreifen, besonders während feuchter Herbst- und Wintermonate. Virosen sind bei D. pini nicht bekannt geworden (ganz im Gegensatz zu anderen Diprioniden, wie z.B. Neodiprion sertifer). |
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