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Neuroterus quercus-baccharum (L.) ( Hymenoptera , Cynipoidea , Cynipidae ) |
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Diese Gallwespe durchläuft auf Eiche 2 Generationen pro Jahr. Dabei werden 2 verschiedene, aber recht charakteristische Galltypen erzeugt: Die Linsengallen der agamen Generation und die Weinbeergallen der sexuellen Generation. |
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Wirtspflanzen |
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Quercus spp. |
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Biologie |
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Die einkammerigen Linsengallen (agame Generation) auf der Unterseite der Eichenblätter gehen auf die Eiablage parthenogenetischer Weibchen zurück. In den Linsengallen wächst jeweils eine Larve heran. Im Herbst fallen die Gallen mit den Blättern zu Boden, die Larven fressen aber über den Winter hinaus in diesen und verpuppen sich erst im darauf folgenden Frühjahr. |
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Linsengallen kommen oft in großer Zahl auf einem einzigen Blatt vor. Schönrogge (1990) fand max. 189 Gallen auf einem Blatt, in älterer Literatur finden sich Angaben von bis zu 1000 Linsengallen auf einem Blatt. |
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Aus diesen Linsengallen schlüpfen im März parthenogetische Weibchen. Die Weibchen legen nach der Begattung Eier an Knospen (von Blättern und männlichen Blütenständen) der Eiche ab und sorgen so für die Bildung der Weinbeergallen (sexuelle Generation). Geeignet scheinen solche Knospen zu sein, deren Knospenschuppen sich gerade öffnen. In diesen einkammerigen, kugeligen, etwas durchscheinenden 'Weinbeeren' entwickelt sich ebenfalls nur eine Cynipiden-Larve. Im Sommer (Juni) schlüpfen daraus schließlich männliche und weibliche Gallwespen, die nach Paarung und anschließender Eiablage an der Unterseite der Eichenblättern für die Bildung der Linsengallen verantwortlich sind. |
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Merkmale |
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Linsen- gallen |
Auf der Unterseite der Eichenblätter. Linsenförmig, einkammerig, Ø bis zu 5 mm. An den Unterseite mit kreisförmig angeordneten, weißen Flecken. |
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Weinbeer- gallen |
An Blättern und männlichen Blütenständen. Einkammerig, kugelförmig, weich, Ø bis zu 10 mm. Mit hohem Wassergehalt, dadurch turgereszent, was ihnen die weinbeerartige Beschaffenheit verleiht. Zunächst grün, nehmen die älteren Gallen schließlich eine rote Färbung an. |
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Parasitoide |
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Wie auch bei allen anderen Gallbildnern, werden die Jugendstadien in den Weinbeergallen und Linsengallen von einer ganzen Reihe Parasitoide und Inquilinen befallen. Dabei kommt es zum Teil zu recht komplizierten Interaktionen. |
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Bestimmung |
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Während die Weinbeergallen ohne Schwierigkeiten bestimmbar sind, können die Linsengallen leicht mit denen von Neuroterus numismalis verwechselt werden. Die Linsengallen von N. quercus-baccharum sind jedoch etwas größer, stärker abgeflacht und besitzen auf der Unterseite kreisförmig angeordnete weiße Flecken, sowie einzelne, sternförmige, rötliche Haare. |
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Askew 1961, Braune 1992, Schönrogge (1990) |
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