Knospengallen von Andricus kollari

Andricus kollari Hart.

( Hymenoptera , Cynipoidea , Cynipidae )

© Karsten Schönrogge



A. kollari durchläuft 2 Generationen im Jahr und bildet dabei 2 unterschiedliche Galltypen aus.


Wirtspflanzen und Verbreitung

Eichen: (Quercus):

  • In West- und Mitteleuropa entwickelt sich die agame Generation auf Q. robur, Q. petraea, Q. pubescens, Q. frainetto, Q. virgiliana, in Spanien und Nord Afrika auf Q. pyrenaica, Q. faginea, Q. fruticosa und Q. canariensis.

  • Die sexuelle Generation bildet kleine, gregäre Knospengallen auf Q. cerris. A. kollari ist weit verbreitet und findet sich überall dort, wo Q. cerris angepflanzt wurde. Da in Spanien diese Eichenart nicht vorkommt, besteht die Möglichkeit, daß sich A. kollari hier ohne die sexuelle Generation entwickelt, oder diese einen anderen Wirt hat.


Biologie

2 Generationen und 2 Galltypen:

1. Gen.

Begattete Weibchen erzeugen 10-30 mm große, hartschalige, kugelige Gallen an Knospen junger Eichenzweige. Oft finden sich zahlreiche Gallen beieinander. In diesen Kugelgallen entwickelt sich die zweite Generation.

2. Gen.

Aus den Kugelgallen schlüpfen im Juli ungeschlechtliche Weibchen, die an Knospen von Quercus cerris Eier ablegen. Es bilden sich 2-3 mm große Gallen, aus denen im April-Juli die Geschlechtstiere schlüpfen. Diese wanden auf andere Eichenarten über um dort nach der Paarung ihre Eier abzulegen.


Feinde

A. kollari ist, wie die meisten anderen Cynipiden-Arten auch, durch einen ausgeprägten Feindkomplex gekennzeichnet. Zahlreiche Parasitoide schmarotzen auf dieser gallwespen-Art, z.B. Torymus nitens (Torymidae).


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 10.03.02