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Fam. Cimbicidae Keulhornblattwespen
( Hymenoptera , Symphyta ) |
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Verbreitung |
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Cimbiciden sind holarktisch verbreitet. Von der kleinen Familie wurden etwa 130 Arten beschrieben. Man kennt ca. 50 europäische Arten, die in 3 Unterfamilien zusammengefaßt werden. |
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Merkmale |
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Imagines |
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Bei den Cimbiciden handelt es sich um relativ große gedrungene Insekten. Das Abdomen ist seitlich scharf gekantet. Das auffälligstes Merkmale der Imagines sind die, höchstens 7-gliedrigen, knopf- oder keulenförmig verdickten Antennen. |
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Die größten Arten erreichen eine Körperlänge von 2-3 cm. Auffällig sind die verdickten Hinterbeine und Mandibeln der Männchen, die für Rivalen-Kämpfe bei der Begattung benutzt werden. |
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Larven |
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Die walzenförmigen Larven erreichen bis 5 cm Körperlänge und gehören so mit zu unseren größten Symphyten. Sie besitzen gut entwickelte, 5-gliedrige Thorakalbeine, Abdominalbeine finden sich an den Segmenten 2-8 und 10. Oft sind die Larven weißlich bestäubt. |
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Puppe |
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Verpuppung in einem großen festen Kokon. |
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Biologie |
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Die Biologie ist recht einheitlich: Bei der Eiablage werden die Eier einzeln unter die Epidermis der Blätter oder in den Blattrand versenkt. Die Larven fressen frei an Blättern. Sie sitzen dabei rittlings auf den Blatträndern. Zur Ruhe begeben sie sich auf die Blattunterseite, wo sie sich schneckenförmig zusammenrollen. Gegen Feinde verteidigen sie sich durch Reflexblutungen, d.h. Aus hufeisenförmigen Suprastigmaldrüsen, die über den lateralen Stigmen liegen, kann Körperflüssigkeit als scharf gebündelter Strahl 10 bis 20 cm weit ausgestoßen werden. Die großen, festen Kokons werden im Boden oder in Rindenritzen gebildet. |
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Die Generationen sind meist 1-jährig, durch Überliegen auch 2- oder mehrjährig. Im Wald fallen Cimbiciden zum Teil dadurch auf, daß sie junge Zweige ringeln, um den austretenden Saftstrom auflecken zu können. |
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Forstliche Bedeutung |
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Von den Cimbiciden sind nur wenige Vertreter von eher geringer forstlichen Bedeutung, da sie überwiegend in niedrigen Dichten auftreten. |
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Systematik |
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Die europäischen Arten werden in 3 Unterfamilien zusammengefaßt: |
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Abiinae |
Abia, Zaraea |
Auf Kräutern bzw. Caprifoliaceae. |
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Cimbicinae |
Cimbex |
Arten mit gewisser forstlichen Bedeutung. |
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Coryninae |
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Überwiegend im Mittelmeergebiet an Storchenschnabel- und Mohn-Gewächsen. |
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Beispiele |
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