Merkmale der Wanzen (Heteroptera)

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Allgemein

Wanzen sind kleine bis mittelgroße (1 mm - 10 cm), hemimetabole Insekten. Ihr Körper ist meist dorso-ventral abgeflacht. Neben den Komplexaugen sind meist 2 Ocellen vorhanden.


Mundwerkzeuge

Wanzen sind durch stechend-saugende Mundwerkzeuge charakterisiert. Der Saugrüssel (Rostrum) entspringt auf der Vorderseite des Kopfes und ist meist 4-gliedrig. In Ruhe wird er der Körperunterseite angelegt.

Das Labium ist dachrinnenartig gebogen. Es beherbergt die langausgezogenen paarigen Mandibeln und die miteinander verfalzten Maxillen.

Die Maxillen bilden einen Nahrungskanal. Durch diesen Kanal wird Speichel in die Nahrung injiziert und, und nachdem diese sich aufgelöst hat, aufgesogen (extraintestinale Verdauung).

Beispiel einer räuberischen Wanze

Der Stechvorgang erfolgt mit den an der Spitze oft gezähnten Mandibeln.

Flügel

Heteroptera bedeutet soviel wie 'Verschiedenflügler', sie besitzen nämlich 2 Flügelpaare, die nicht gleichartig ausgebildet sind: Das erste Paar ist zu 2/3 sklerotisiert (ähnlich den Elytren der Käfer) und wird als Hemielytren bezeichnet. Das hintere Drittel ist membranös, enthält z.T. noch Flügeladern, die wichtige Bestimmungsmerkmale sind.

Aber: Zahlreiche Arten haben ihre Flügel teilweise oder ganz reduziert. Bei einigen Art können auch langflügelige und kurzflügelige Formen vorkommen. In Ruhe liegen die Flügel dem Rücken flach an, im Flug werden Vorder- und Hinterflügel gekoppelt.

Beine

Die Beine sind als kräftige Laufbeine ausgebildet. Die Tarsen bestehen aus 2-3 Gliedern und paarigen Krallen.

Bei einigen Gruppen können diese Laufeine modifiziert sein:

Bei den Nepidae sind die Vorderbeine zu Raubbeinen umgebildet, mit der die Beute ergriffen und festhalten wird.

Saldidae besitzen Springbeine.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 20.03.02