Platanennetzwanze Corythucha ciliata (SAY).

Fam. Tingidae

Netz-, Gitterwanzen

( Heteroptera )

© Klaus Hellrigl



Die Tingiden umfassen weltweit 700, bei uns lediglich ca. 70 Arten. Die meisten Arten leben im Mittelmeergebiet und in Südamerika.


Merkmale

Gitterwanze ( Tingidae )

Das auffälligste Merkmal der mit meist um 2-6 mm kleinen Tiere ist die Netzstruktur der Hemielytren, die den Tingiden ihren deutschen Namen gegeben haben. Sie gleichen zwar in dieser Hinsicht den Meldenwanzen (Piesmidae) doch unterscheiden sich von diesen dadurch, daß sich das Halsschild über das Schildchen hin erstreckt. Im Gegensatz zu den Meldenwanzen ist hier die Flugmembran kaum zu erkennen.


Biologie

Die phytophagen Tingiden leben oft an Moos, andere Arten sind auf einzelne Wirtspflanzen spezialisiert.

Oft treten sie in größer Zahl auf und die Saugtätigkeit der Tiere bewirkt dann an Blättern der Wirtspflanzen eine Fleckigkeit. Dies kann zum Welken und Abfallen der Blätter führen kann. Aus diesem Grund gelten einige Arten auch als Schädlinge von Nutzpflanzen, so die in Birnenblattwanze. (Stephanitis pyri), die vom Mittelmeergebiet bis nach Zentralasien verbreitet ist.

Die Saugtätigkeit der 3-4 mm großen Copium cornutum an Gamnader (Teucrium chamaedrys) führt zur Bildung von blasenförmigen Blütengallen, in denen sich die Tiere dann aufhalten.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 03.03.02