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Fam. Notonectidae Rückenschwimmer - Backswimmers
( Heteroptera ) |
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Verbreitung |
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Weltweit kennt man ca. 170 Arten, in Mitteleuropa treten 6 Arten auf. Die bekannteste Art ist Notonecta glauca. |
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Biologie |
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Größe |
Kleine bis mittelgroße Insekten. |
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Körper |
Der Körper ist dachförmig gebaut. Die Tiere besitzen große Komplexaugen, die so differenziert sind, daß eine Sehen im Wasser optimiert ist. |
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Färbung |
Die Grundfarbe ist oft dunkelbraun oder schwarz. Die Rückenseite zeigt oft hellere, bräunliche Töne. |
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Flügel |
Die Flügel sind gut entwickelt. |
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Beine |
Die Hinterbeine sind zu Ruderbeinen umgebildet |
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Biologie |
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Vorkommen + Ernährung |
Rückenschwimmer sind Räuber. Sie greifen Wasserspinnen, Asseln, verschiedene Insekten und deren Larven an. Auch Amphibienlarven oder Fischbrut sind vor ihnen nicht sicher. Artgenossen werden erkannt und nicht angegriffen. Die Beute wird mit den Vorderbeinen gegriffen, angestochen und dann ausgesogen. Der Stich mit dem Rüssel ist auch für Menschen schmerzhaft, weswegen sie auch den Namen »Wasserbienen« tragen. Rückenschwimmer lassen sich gut in einem Aquarium halten, man sollte aber darauf achten, daß sich außer ihnen und ihrem »Futter« keine anderen Tiere in dem Becken befinden, da diese nur für kurze Zeit lebendig sind. |
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Flug |
Im Gegensatz zu Ruderwanzen müssen Rückenschwimmer zunächst an Land kriechen, um zu starten, dann sind sie jedoch geschickte Flieger. |
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Atmung |
Auf der Bauchseite befindet sich ein Kiel, der beidseitig mit einer Reihe langer Haare versehen ist. Diese bilden mit einer Borstenreihe am Hinterleib zwei Längstunnel, die mit Luft gefüllt sind und mit weiteren Hohlräumen an Brust und unter den Flügeln in Verbindung stehen. |
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Zur Erneuerung des Luftvorrats steigen sie zur Wasseroberfläche auf. Sie hängen sich rücklings mit abgespreizten Vorder- und Mittelbeinen unter die Wasseroberfläche, und stecken die Hinterleibsspitze durch den Wasserspiegel, so daß Luft angesaugt werden kann. |
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Besonderheit |
Die tropische Gattung Buenoa lagert in ihren Fettkörpern Hämoglobin ein! Durch binden oder freisetzen von Sauerstoffe können die Tiere so ihren Auftrieb regulieren. |
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Entwicklung |
Bei uns kommen die Weibchen im April/Mai zur Eiablage. Sie versenken die Eier (bis zu 200) einzeln in Pflanzengeweben, die von ihnen angestochen werden. Nach der Eiablage sterben die Imagines ab. Es werden 5 Larvenstadien durchlaufen. Es entwickelt sich bei uns meist nur eine Generation je Jahr, die oft im Imaginalstadium überwintern. |
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Unterscheidung |
Rückenschwimmer gleichen den Ruderwanzen (Corixidae). Man kann sie jedoch leicht unterscheiden, da Notonectidae stets 'auf dem Rücken' schwimmen. |
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Besonderheiten |
In Mexiko werden von den Indianer Weidenzweige ins Wasser gehängt. Die Art Corisella mercenaria legt daran dermaßen viele Eier ab, daß die Zweige schneeweiß aussehen. Die Eimassen werden als eine Art Gemüse zubereitet. |
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