Weichwanze - Miridae

Fam. Miridae

Weichwanzen

( Heteroptera )

© Dartmouth College



Verbreitung

Weichwanze - Miridae

Die Weichwanzen sind mit mehr als 6000 Arten die größte Wanzenfamilie. Sie sind in allen Regionen der Welt verbreitet.

Weichwanzen - Miridae


Merkmale

Größe

Meist kleine Tiere, die nur selten die Größe von 6 mm überschreiten.

Körper

Die Körpergestalt ist sehr variabel. Die Mehrzahl der Arten hat einen, weichen, lang-ovalen Körper, es gibt jedoch auch sehr schmale, stabförmige Tiere und kurz gedrungene Arten.

So gibt es z.B. Arten, die auf den ersten Blick kaum von Ameisen zu unterscheiden sind (die Ameisenwanzen, Myrmecoris gracilis sieht der Roten Waldameise zum Verwechseln ähnlich).

Färbung

Auch die Färbung ist sehr variabel. Die meisten Arten sind blaß gefärbt, es gibt aber auch Vertreter mit lebhaften Zeichnungen.

Kopf

Ocellen fehlen, Antennen 4-gliedrig.

Flügel

Der Vorderflügel ist durch das Vorhandensein eines Cuneus charakterisiert. In der Flügelmembran bilden die Adern fast stets 2 Zellen.

Beine

Tarsen 3-gliedirg.


Biologie

Ernährung

Die meisten Miriden sind Pflanzensaftsauger, nur wenige Arten sind räuberisch, einige omnivor. Unter den phytophagen Arten gibt es polyphage Arten, viele sind jedoch auch ausgesprochen spezifisch in ihren Nahrungsansprüchen.

Unterscheidung

Miriden können von den Blumenwanzen (Anthocoriden) durch das Fehlen der Ocellen unterschieden werden. Außerdem besitzen die Blumenwanzen in der Flügelmembran keine Zellen.

Besonderheiten

Man hat in Australien Arten gefunden, die ohne Schaden über die Drüsenhaare von Sonnentau laufen können und sich von den Insekten ernähren, die von der Pflanze gefangen wurden.

Bedeutung

Es gibt eine ganze Reihe von Arten, die, bedingt durch ihre phytophage Lebensweise, wichtige Schädlinge in der Landwirtschaft sind.


Beispiele

Calocoris stysi

Calocoris stysi


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 20.06.03