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Fam. Cydnidae Erdwanzen ( Heteroptera ) |
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Die kleinen bis mittelgroßen Erdwanzen sind in Mitteleuropa nur mit etwa 18 Arten vertreten. Die meist dunkelbraunen oder schwarzen Tiere leben am Boden oder, daher auch ihr Name, in den obersten Bodenschichten. Letztere sind oft in Anpassung an diesen Lebensraum mit Grabbeinen ausgestattet. Vertreter der mediterranen Gattung Brysinus sollen noch in 40 cm Bodentiefe auftreten. Erdwanzen besitzen einen ovalen und mehr oder weniger gewölbten Körper. Die bekannteste heimische Art ist sicherlich die 8-12 mm große Cydnus aterrimus, die durch ihre Brutpflege auffällt. Nach dem schlüpfen der Junglarven werden diese noch 8-9 Tage von der Mutter bewacht und ernährt. Dazu sondert sie aus dem After kleine Tröpfchen aus, die die Jungen aufnehmen. Sie infizieren sich dabei mit lebensnotwendigen symbiontischen Darmbakterien. Die Entwicklung läuft über 5 Larvenstadien, wobei sie den Adulten immer ähnlicher werden. Cydnidae sind zur Lauterzeugung befähigt. Auf der Cubitalader des Hinterflügels befindet sich eine Zähnchenreihe, die am Abdomenrand entlang gestrichen wird. Erdwanzen sind überwiegend Pflanzensaftsauger, oft an Wurzeln, manchmal aber auch räuberisch an anderen Tieren. |
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Schorr, H. (1957): Zur Verhaltensbiologie und Symbiose von Brachypelta aterrima Först. (Cydnidae, Heteroptera). Z. Morph. Ökol. Tiere, 45, 561-601. |
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