Fam. Belostomatidae

Riesenwanzen - Giant Water Bugs

( Heteroptera )

© Penn State Dept. of Entomology



Verbreitung

Die etwa 150 Arten der Riesenwanzen bewohnen überwiegend tropische oder subtropische Zonen. Nur die Art Lethocerus niloticus dringt bis nach Südeuropa vor. In Amerika werden sie auch als 'Electric Light Bugs' bezeichnet, da sie in der Dämmerung gerne Lichtquellen anfliegen.


Merkmale

Größe

Schon der Name sagt etwa über ihre Größe aus. Zu dieser Familie gehören die größten Wanzen überhaupt. Belostoma grande erreicht eine Länge von 10.5 cm. Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe von Arten, die nur wenige Zentimeter messen. Erwachsene Tiere besitzen Stinkdrüsen.

Körper

Der Körper ist oval flachbootförmig.

Färbung

Dunkelbraun.

Atmung

Im Gegensatz zu den Nepiden besitzen sie am Hinterleib nur eine kleine vorstülpbare Atemröhre.

Beine

Die Vorderbeine sind zu klappmesserartigen Raub- oder Fangbeinen, die Mittel- und Hinterbeine zu Schwimmbeinen umgebildet.


Biologie

Vorkommen, Ernährung

Riesenwanzen finden sich bevorzugt am Grunde stehender und langsam fließender Gewässer. Dort erbeuten sie kleine Gliedertiere, allerdings auch Molche, Frösche und Fische. Abends verlassen sie auch die Gewässer und fliegen umher.

Unterscheidung

Die Riesenwanzen gleichen den Skorpionswanzen, können sich aber im Gegensatz zu diesen mit Hilfe ihrer Schwimmbeine im Wasser gut bewegen.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt seine Eier auf den Rücken des Männchens ab. Dort verbleiben sie bis zum Schlüpfen der Larven. Das Männchen bewacht das Gelege und taucht ab und zu zur Wasseroberfläche, um die Eier mit frischem Sauerstoff zu versorgen.


Bedeutung

In Ostasien werden Belostomatiden geröstet und als Delikatesse angeboten. In Thailand werden sie mit einer Paste aus Shrimps und Chili gewürzt und zusammen mit Gemüse und Fisch gegessen.


Bestimmungsübungen an Wirbellosen

Last modified: 24.01.02