Arrhenotoke Parthenogenese

[ Parthenogenese ]

Bei der fakultativen arrhenotoken Parthenogenese kann das Ei befruchtet oder nicht befruchtet werden. In der Regel entwickeln sich aus befruchteten Eier Weibchen, aus unbefruchteten Eiern Männchen. Sie findet sich bei einigen Insektengruppen:

  • weit verbreitet bei den Hymenopteren,

  • einigen Thysanoptera,

  • bei der Schildlaus-Unterfamilie Iceryini,

  • einigen Aleyrodiden,

  • und der Käfergattung Micromalthus.

Bei Hymenopteren entscheidet das Weibchen darüber, ob ein Ei befruchtet wird oder nicht. Es kann die Freisetzung von Sperma, welches nach der Begattung in der Spermatothek gespeichert wurde, kontrollieren. Welche Faktoren darüber entscheiden, ob ein Ei befruchtet wird oder nicht, sind aber bisher weitgehend unbekannt:

  • Aphidius legt in den ersten Stunden der Eiablage unbefruchtete Eier, danach befruchtete Eier.

  • Bei Microplitis scheint der Anteil der befruchteten bzw. unbefruchteten Eier abhängig von der Temperatur zu sein: bei 27°C werden mehr befruchtete Eier abgelegt, bei 20°C ist der Anteil von befruchteten und unbefruchteten Eiern in etwa ausgeglichen.

Im Falle der parasitoiden Hymenopteren Encarsia pergandiella (Aphelinidae) und Nasonia entwickeln sich aus aus befruchteten Eiern Männchen, indem ein Chromosomensatz unmittelbar nach der Befruchtung wieder verloren geht. Im Falle von Nasonia wird dies durch einen extrachromosomalen Faktor bestimmt.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: Nov. 28, 1999