Hausgrille - Acheta domesticus

Acheta domesticus (L., 1758)

Heimchen, Hausgrille

[ Ensifera , Gryllidae ]

© Entomol. Dept. at the Univ. of Nebraska-Lincoln


Verbreitung

Heimchen treten bei uns als Kulturfolger bevorzugt in menschlichen Behausungen auf (synanthrop) und sind in Mitteleuropa ursprünglich wohl nicht heimisch. Möglicherweise sind sie aus Afrika und dem Mittleren Osten eingewandert bzw. wurden durch den Menschen verschleppt. Die exakte Heimatregion ist heute jedoch durch die weltweite Ausbreitung nicht mehr feststellbar.


Biologie

Man hört ihre Gesänge häufig in Gastwirtschaften, Bäckereien und Fabriken, an Orten also, wo höhere Temperaturen vorherrschen. Sie sind aber auch in warmen Sommern im Freien, besonders auf Müllhalden anzutreffen, auf denen Fäulnisprozesse für höhere Temperaturen sorgen.

Heimchen sind Allesfresser, sie ernähren sich von Küchenabfällen, toten Insekten etc., bevorzugen aber tierische Nahrung. Im Verdauungstrakt finden sich symbiontische Bakterien, die zur Verdauung schwer aufschließbarer Nahrung beitragen.

Die Fortpflanzung kann das ganze Jahr über erfolgen. Die Eier werden in Bodenritzen oder einfach auf den Boden abgelegt. Die gesamte Larvalentwicklung wird in 7-8 Wochen durchlaufen.

Trotz der modernen Bauweise hat sich das Heimchen, wohl Dank seines hohen Fortpflanzungspotentials und der kurzen Entwicklungsdauer, auch heute noch halten können.


Bedeutung

Bei Massenauftreten werden Heimchen zu aschädlingen, die nicht nur Lebensmittel aller Art, sondern auch Kleider, Decken und andere Textilien befressen.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 06.01.03