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Pathogene von Insekten: Viren |
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[ Pathogene > Viren , Bakterien , Pilze , Sporozoen , Nemtaoden , Literatur ] |
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Es gibt eine ganze Reihe von Viren, die Insekten, bzw. deren Jugendstadien töten können. Sie sind in der Natur weit verbreitet und können einen ganz erheblichen Einfluß auf die Populationsdynamik ihres Wirtes haben. Die größte Wirkung entfalten sie oft bei Massenausbrüchen ihres Wirtes und können diese Kalamitäten zum Zusammenbruch bringen. |
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Einsatz von Viren gegen Diprioniden |
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Ein gutes Beispiel hierfür ist die Buschhornblattwespe Neodiprion sertifer: Diese Art wird durch einen Polyhedrose-Virus (Borrelinavirus diprionis) befallen, der oft hohe Sterblichkeitsraten verursachen kann. Er kann bereits Junglarven im 2. oder 3. Larvenstadium abtöten, häufig ist die Wirkung allerdings bei Altlarven am größten. |
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Das spezifische Virus wurde erstmals 1913 von Escherich beschrieben. Bird führte das Virus schließlich 1949 nach Nordamerika ein. Dorthin war N. sertifer verschleppt worden und hatte sich ohne wirksame natürlichen Gegenspieler zu einem bedeutenden Forstschädling vermehrt hatte. Bei der Ausbringung des Virus erzielte man teilweise Mortalitätsraten von bis zu 100%. Danach persistierte das Virus in den Populationen des Schädlings. Inzwischen wird dieser Virus auch in vielen Ländern Europas zur Kontrolle der Diprionide eingesetzt. |
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Auch bei der nach Amerika verschleppten Fichten-Buschhornblattwespe Gilpinia hercyniae wurden mir einem Kernpolyeder-Virus gute Erfolge erzielt. Er reguliert seitdem ohne die Beteiligung von Parasitoiden die Populationen soweit, daß die Schadschwelle nicht erreicht wird. |
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Einsatz von Viren gegen Schmetterlinge |
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Auch bei Leipdopteren treten Viren auf, die zur Kontrolle der Schädlinge verwendet werden können. So gab es erfolgreiche Bekämpfungen der Nonne (Lymantria monacha). Präparate gibt es weiter für den Schwammspinner (Lymantria dispar), den Weidenspinner (Stilpnotia salicis), den Ringelspinner (Malacosoma distria), u.a.. |
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