Konkurrenz

Individuen konkurrieren um Resourcen.

Je mehr sich Organismen in ihren Anprüchen an bestimmte (meist limitierte) Faktoren, wie Art der Nahrung, Lebensraum, Versteck- oder Nistmöglichkeiten gleichen, desto größer ist i.A. das Ausmaß der Konkurrenz. Dabei kann dieser Kampf um Ressourcen zwischen Individuen ein und derselben Art (interspezifische = zwischenartliche Konkurrenz) oder zwischen Individuen der gleichen Art (intraspezifische = innerartliche Konkurrenz) erfolgen.


Interspezifische Konkurrenz

Nach Gause können 2 Organismenarten mit gleicher ökologischer Nische nicht nebeneinander existieren. Dies wird auch als das Gausesches Prinzip oder Monardsches Prinzip bezeichnet.

Beanspruchen 2 Arten ein und dieselbe ökologische Nische für sich, so kommt es meist zu einem Verdrängungswettbewerb (competitive displacement). Dieser Verdrängungswettbewerb erfolgt innerhalb kurzer Zeit, so daß er in der Regel meist nicht beobachtet werden kann.

Im Falle von Schädlingsarten ist die interspezifische Konkurrenz oft eine Erklärung dafür, daß nach ihrer Verschleppung ihr tatsächlicher Ausbreitungsraum kleiner ist, als die ökologischen Ansprüche (Klima, Nahrung etc.) zulassen würden.

Folge sind Konkurrenzvermeidung- oder Konkurrenzausschluß-Strategien.


Intraspezifische Konkurrenz

Konkurrenz zwischen Individuen einer Art ('innerartliche Konkurrenz'). Ursachen sind z.B. Konkurrenz um Nahrungsressourcen. Ursachen knapper Nahrungsressourcen können bei Tieren Kannibalismus, erhöhte Sterblichkeit oder Tierwanderungen zur Folge haben. Weitere Möglichkeiten der Regulation sind Veränderung der Fertilität und damit Geburtenkontrolle.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 27.01.03