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Spermienkonkurrenz |
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Eine erfolgreiche Paarung bedeutet für ein Männchen noch lange nicht, daß es damit seine Gene erfolgreich weitergegeben hat. Weibchen können sich zum Beispiel oft mit mehr als einem Männchen paaren und den Samen im Receptaculum seminis speichern. Als Folge enthalten nicht alle Nachkommen die Gene eine einzigen Männchens, diese treten damit in Konkurrenz zueinander. |
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Strategien zur Verringerung dieser Konkurrenz |
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Alle Maßnahmen, die verhindern, daß das Weibchen durch einen weiteren Partner begattet werden, sollten für ein Männchen vorteilhaft ein. Es haben sich dazu eine Reihe von Strategien entwickelt: |
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Die bekannteste Strategie ist die Bewachung des Partners, sie ist bei vielen Linbellen (Odonata) zu finden. Die Männchen bleiben dazu in der Nähe des eierablegenden Weibchens und wehren andere paarungsbereite Männchen ab. Im Extremfall verbleiben dazu die Männchen in Kopulationsstellung auf den Weibchen. |
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Die Männchen des Gelbrandkäfers Dytiscus marginalis verschließen die Genitalöffnung des Weibchens mit einem Propfen. Eine ähnliche Strategie findet sich bei der Papilioniden-Gattung Parnassius (z.B. Beim Schwarzen Apollo, Parnassius mneemosyne). Nach der Paarung weisen deren Weibchen auf dem Unterleib eine hornige, von den Männchen ausgeschiedene Bildung auf (Sphragis), die eine weitere Begattung durch andere Männchen verhindert. |
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Ptillidae (Federflügler) übertragen nur etwa 30 Spermien bei der Paarung, die allerdings so groß sind, daß sie den Genitaltrakt des Weibchens damit vollständig ausfüllen (Riesenspermien). |
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Wegschieben oder Ausspülen der Spermien eines anderen Geschlechtspartners. |
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Wiederholte Begattung. Dadurch wird die absolute Anzahl der eigenen Spermien so stark erhöht, daß der geringe Teil eines anderen Männchens nicht mehr ins Gewicht fällt: Der Totengräberkäfer (Silphidae) paart sich in den ersten 48 Stunden bis zu 100 mal. |
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