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Trypeta artemisiae L. [ Diptera , Brachycera , Cyclorrhapha , Schizophora , Acalyptratae , Tephritidae ] |
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Neben der im Stengel minierenden Art Tephritiden-Art Oxyna parietina findet man auf den Blättern von Beifuß (Artemisa) noch Minen der Tephrididae Trypeta artemisiae. |
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Verbreitung |
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Trypeta artemisae ist in ganz Mittel- und Nordeuropa sowie in Japan verbreitet. |
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Wirtspflanzen |
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Es handelt sich um eine oligophage Tephritiden-Arte, die auf verschieden Compositen-Arten anzutreffen ist: Artemisa vulgaris, Tanacetum vulgare, A. dracunculus, A. absinthium, Chrysabntheum leucanthemum, C. indicum, C. parthenicum, möglicherweise auch auf Senecio vulgaris, Eupatodium sp., und Achillea ptarmica. |
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Merkmale |
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Imagines |
Die Imagines sind auffällig glänzend rotgelb gefärbt und besitzen ausschließlich schwarze Borsten. Die Flügel tragen 3 dunkle Querbinden, die im Gegensatz von O. parietina nicht gegittert sind. |
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Larven |
Junglarven zunächst hellgelb, ältere Larven kräftig gelb. |
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Puppe |
Puparium strohgelb, ca. 4.5 * 1.5 mm. |
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Mine |
Die Larven erzeugen auf den Blättern oberseitige Platzminen, die durch ihren dunklen Zentralfleck (der auf Kotablagerungen beruht) eindeutig von denen anderer Minierern zu unterschieden sind. Der bräunlich verfärbte Eiablageort ist auch später noch als solcher erkennbar. |
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Biologie |
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In Norddeutschland ist T. artemisae univoltin, durchläuft also nur eine Generation pro Jahr. Die Minen sind ab Anfang Juli anzutreffen. Die Entwicklung wird in wenigen Wochen durchlaufen. In wärmeren Regionen werden möglicherweise 2 Genrationen je Jahr durchlaufen. Die Imagines erscheinen in Norddeutschland Anfang Juni. Die paarungsbereiten Männchen und Weibchen nähren sich unter Flügelwinken, bis sie sich gegenüberstehen. Der Flügelschlag wird schließlich synchronisiert und die Tiere können so in dieser Stellung mehrere Minuten verweilen. Schließlich erfolgt die Paarung. Die Eier werden von den Weibchen oberseits in das Blattgewebe versenkt. Die schlüpfenden Erstlarven fressen einen Gang bis zur nächsten Blattrippe, wodurch eine längliche Mine entsteht. Diese wird von der Zweitlarve durch strahlige Ausläufer erweitert. Die Drittlarve erweitert die Mine schließlich zur großen Platzmine, die u.U. das ganze Blatt einnehmen kann. Zweit- und Drittlarven können, wenn das Blatt verbraucht ist, dieses verlassen und auf ein neues frisches Blatt übersiedeln. Sie bohren dazu auf der Blattunterseite der Mine ein Loch, verlassen die Mine und dringen ebenfalls von der Blattunterseite in das neue Blatt ein. Altlarven verlassen die Mine, wandern am Wirtsstengel zum Boden, wo sie das Puparium ausbilden. Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium. |
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Literatur |
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Genauer wurde der Phytophagen-Komplex von Artemisia durch Kerstin Groppe studiert, die freundlicherweise auch die Photos dieser Seite zur Verfügung gestellt hat. Groppe , K. (1988): Die Biologie, Ökologie und Parasitoide der Bohrfliegen (Diptera: Tephritidae) am Beifuß (Artemisia vulgaris). Diplom-Arbeit, Universität Kiel: 79 pp. |
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