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Rhagoletis cerasi L. |
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Kirschfruchtfliege |
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[ Diptera , Brachycera , Cyclorrhapha , Schizophora , Acalyptratae , Tephritidae ] |
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Wirtspflanzen |
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Von der Kirschfruchtfliege Rhagoletis cerasi gibt es zwei Rassen, die sich in den Früchten von Kirschen und Heckenkirschen entwickeln. Befallen werden Süß- und verschiedene Sauerkirschen, nicht jedoch Schattenmorellen. Als weitere Wirte werden Vogelkirsche (Prunus avium), Heckenkirsche (Lonicera spp.), Schneebeere (Symphoricarpus spp.) und Traubenkirsche (Prunus padus) angegeben. |
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Merkmale |
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Imagines |
Die etwa 5 cm langen Fliegen besitzen einen glänzend schwarzen Körper und große grüne Augen. Charakteristisch sind die gelben Beine und das gelbe Scutellum (Schildchen). Die Flügel tragen die, für Tephritiden typische, dunkle Zeichnung. |
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Larven |
Die weißen madenförmigen Larven sind ca. 4 mm lang. |
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Puppen |
Die Tönnchen sind strohgelb. |
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Biologie |
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Im warmen Frühsommer legen die Weibchen nach Reifungsfraß und Paarung meist ein Ei (Länge ca. 0.7 mm, weiß) je Frucht ab. Die Weibchen markieren die belegten Früchte mit einem Sekret, so daß (zumindest bei niedrigen Dichten) keine Mehrfachbelegung der Früchte erfolgt (Konkurrenzvermeidung). Ein Weibchen kann 100-250 Eier ablegen. Nach etwa 6-8 Tagen schlüpft die Larven und zerfrißt im Laufe ihrer Entwicklung das Fruchtfleisch um den Kern. Die Larvalzeit erstreckt sich über ca. 3 Wochen. Die Altlarve verläßt die Frucht und verpuppt sich im Boden (in etwa 3 cm Tiefe). Ein Überliegen über 2-3 Jahre ist nicht selten. Die Kirschfruchtfliege durchläuft eine Generation pro Jahr. Hemmend auf die Populationsentwicklung wirken sich niedrige Temperaturen und hohe Niederschläge zur Flugzeit aus. |
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Bedeutung & Diagnose |
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Die wärmeliebende Kirschfruchfliege ist vor allem in den warmen Teilen Süd- und Mitteleuropas ein bedeutender Schädling im Kirschanbau. In den nördlicheren Kirschanbaugebieten ist sie von geringerer Bedeutung. Befallene Früchte erscheinen matt, stellenweise weich. Kernnah findet sich die Made. Befallene Früchte faulen am Baum bzw. fallen vorzeitig zu Boden. Verlassene Früchte besitzen ein Ausbohrloch nahe dem Stiel. |
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Literatur |
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Lohrer, T. (1995): Kirschfruchtfliege. Pflanzenschutz-Info Nr. 3. Institut für Botanik und Pflanzenschutz, Informationsstelle Weihenstephan der Fachhochschule Weihenstephan. |
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