|
|
Fam. Stratiomyidae Waffenfliegen - Soldier flies [ Diptera , Brachycera , Orthorrhapha ] |
|
Die Waffenfliegen sind friedliche Blütenbesucher und keineswegs wehrhafte Tiere. Ihr deutscher Name beruht lediglich auf dem Bau des Scutellums, welches am Rande oft bedornt ist. |
|
Verbreitung |
|
Etwa 100 Arten der Waffenfliegen treten in Mitteleuropa auf. Weltweit kennt man über 2000 Arten. |
|
Merkmale |
|
Bei den Imagines handelt es sich um mittelgroße Fliegen, die durch ihren abgeflachten, relativ breiten Hinterleib gekennzeichnet sind. Ein auffälliges Merkmal ist weiterhin ihre Körperfärbung. Waffenfliegen gehören mit zu den farbenprächtigsten Dipteren. Meist sind schwarz-gelbe Muster oder metallisch glänzende grüne oder blaue Grundfarben dominierend. Das Scutellum trägt oft Dornen (Name), die aber kaum eine Abwehrfunktion haben dürften. |
|
|
Die Larven sind leicht an ihrer Körperform zu erkennen. Sie besitzen einen flachen und einförmig gebauten Körper, der an den Enden verjüngt ist. Die Haut ist auffallend lederartig und besitzt durch Kalkeinlagerungen eine panzerartige Struktur. Dies macht sie widerstandsfähig gegen Austrocknung. |
|
|
Biologie |
|
Imagines |
Sie ernähren sich von Pollen, Nektar, lecken aber auch an sich zersetzenden Substanzen. Meist können sie auf sonnenbeschienen Bäumen und Blättern beobachtet werden. Manche Arten sind auch spezifischer in ihren Nahrungsansprüchen, so findet man die Chamäleonfliege (Stratiomys chamaeleon) vorwiegend auf Doldengewächsen und Weißdorn. |
|
Larven |
Die Larven entwickeln sich überwiegend in feuchtem Milieu. Aquatische Arten hängen meist mit dem Kopf nach unten unter der Wasseroberfläche und weiden dort Bewuchs ab. Auffällig bei diesen Arten ist der unbenetzbare Haarkranz am hinteren Stigmenpaar. Bei Störungen wird dieser Kranz zusammengeklappt und die Larven versinken an den Grund des Gewässers. Verschiedene Arten kommen auch in kleinsten Wasseransammlungen vor, so z.B. in kleinen Wasserlachen in Stubben von Bäumen. Es gibt allerdings auch zahlreiche Arten, die im Boden, im Mist oder unter der Rinde von Bäumen leben. |
|
Evolution |
Die weltweite Verbreitung und gleichförmige Verteilung läßt vermuten, daß es sich um eine sehr alte Dipteren-Familie handeln muß. Dies wird durch verschiedene morphologische Merkmale gestützt: die ursprüngliche Flügeladerung, der Bau der Antennen und des Abdomens, sowie die Körperform der Larven. |
|
Last
modified: |