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Musca domestica L. Gemeine Hausfliege, Stubenfliege - House Fly [ Diptera , Brachycera , Cyclorrhapha , Schizophora , Acalyptratae , Muscidae ] |
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Wer je Lebensmittelabfälle besonders bei warmen Wetter zu lange gelagert hat, kennt die Tatsache, daß diese Behälter »auf einmal das Laufen lernen«. Unter anderen Fliegen-Arten ist auch die Gemeine Stubenfliege daran beteiligt, deren Larven sich gerade hier, in den warmen, sich zersetzenden Abfällen rasend schnell entwickeln kann. Nichts desto trotz ist die Gemeine Stubenfliege ein kleines Wunderwerk der Natur mit phantastischen physiologischen Fähigkeiten, und so einer genaueren Betrachtung wert. |
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Merkmale |
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Imagines |
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Eier |
Spindelförmig, gelbweiß, 1 mm lang. |
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Larven |
Madenförmig, elfenbeinweiß, 3 Larvenstadien. Das Vorderende ist zugespitzt und enhält die beiden dunklen Mundhaken. L3-Larven erreichen ausgewachsen eine Länge von 12 mm. |
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Puppen |
Dunkelbraune Puppentönnchen. |
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Biologie |
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Lebensweise |
Die Hausfliege ist ein regelrechter Kulturfolger. Die Imagines können unter günstigen Bedingungen ein alter von 1-2 Monaten erreichen. Weibchen deponieren Eigelege von 100-150 Stück auf das Larvensubstrat, im Haus z.B. Küchenabfälle oder Pferdemist. Die sich entwickelnden Larven benötigen hohe Luftfeuchtigkeit. Zur Verpuppung kommen die Larven an die Oberfläche des Substrates, welches bis dahin oft schon zu einem flüssigen Brei homogenisiert wurde. Die Gesamtentwicklung bei 33°C liegt etwa bei etwa 1 Woche, bei 16° erstreckt sie sich über einen Monat, so daß mehrere Generationen im Jahr durchlaufen werden können. Die Tiere überwintern selten als Imago, eher in ihren Puparien. |
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Sinne |
M. domestica schmeckt mit den Beinen! Diese sind dicht mit Sinneszellen besetzt. Auf den Antennen selbst finden sich nur relativ wenige Sinneszellen. Daneben reagieren die Tiere auch sehr empfindlich auf optische Reize. |
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Verhalten |
Hausfliegen sind durch einen ausgesprochenen Herdentrieb gekennzeichnet was durch den Spruch »Wo Fliegen sind, kommen Fliegen hin« unterstrichen wird. |
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Bedeutung |
Wie schon bei den Musciden beschrieben, gehört auch M. domestica zu den Arten, die eine ganze Reihe von Krankheiten, vor allem im südlichen Verbreitungsgebiet, übertragen können. Da die Fliegen sich an den unterschiedlichsten Habitaten, inklusive menschlicher Fäkalien aufhält, nimmt sie mit der Nahrung Pathogene auf und überträgt sie mittels Nahrungstropfen, durch Kot-Ausscheidung oder durch ihre Körperbeborstung auf menschliche Nahrung etc. Neben Pathogenen, die für den Menschen gefährlich werden können, ist sie Zwischenwirt für Pferde-Bandwurmarten und den Hühnerbandwurm. |
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