Fam. Hippoboscidae

Lausfliegen

[ Diptera , Brachycera , Cyclorrhapha , Schizophora , Acalyptratae ]


Bei Hippobosciden handelt es sich um blutsaugende Ektoparasiten an Säugetieren und Vögeln. Sie werden oft mit den Streblidae und Nycteribiidae in der Gruppe Pupipara zusammengefaßt, da die Weibchen alle Gruppen verpuppungsreife Larven zur Welt bringen.


Verbreitung

Die kleine Familie ist weltweit mit 200 Arten, in Mitteleuropa ca. 25 und in Deutschland mit 13 Arten vertreten.


Merkmale

Die Imagines sind klein bis mittelgroß. Der Körper ist stark beborstet (Beborstung artspezifisch), die Beine sind mit kräftigen Krallen ausgestattet um sich im Fell oder Federkleid der Wirte festklammern zu können.

Die Flügel sind bei den einzelnen Arten sehr unterschiedlich ausgebildet: Man findet flügellose Arten, solche mit teilweise und einige mit vollständig reduzierten Flügeln. Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) wirft ihre Flügel nach Erreichen des Wirtes ab.

Die Augen sind bei flugfähigen Arten recht gut ausgebildet. Mit der Tendenz zur Reduktion der Flugfähigkeit findet auch eine Rückbildung der Augen statt.


Biologie

Hippoboscidae sind Ektoparasiten auf Säugern und Vögeln. Die Wirtsspezifität ist bei den einzelnen Arten recht unterschiedlich ausgebildet.

Fortpflanzung

Die Weibchen bringen verpuppungsreife Larven zur Welt: Die Larven entwickeln sich im als Uterus umgebildeten Eileiter der Mutter. Sie ernähren sich vom Sekret einer Art 'Milchdrüsen'. Sie häuten sich zweimal im Mutterleib und verpuppen sich unmittelbar nach dem Verlassen der Mutter.

Beispiele

Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) kommt überwiegend auf Rotwild, seltener bei Rehwild vor. Wenn die Weibchen ihren Wirt erreicht haben, brechen die Flügel ab. Vom erlegten Wild können sie auch auf den Menschen überwandern.

Melophagus ovinus - Schafslausfliege

Melophagus ovinus - Schafslausfliege


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 06.03.02