Fannia canicularis L.

Kleine Stubenfliege

[ Diptera , Brachycera , Cyclorrhapha , Schizophora , Acalyptratae , Fanniidae ]


In Wohnungen trifft man die Kleine Stubenfliege von Mai bis Oktober an. Die Fliegen umkreisen gerne von der Decke herabhängende Gegenstände. Während kurzer Ruhepausen und in den Nachtstunden sitzen sie dann an diesen Gegenständen und hinterlassen, gewissermaßen als Visitenkarte, kleine Kotflecke.

Die Imagines halten sich oft auf Kot und Wirbeltierleichen auf und fressen davon. Da sie auch gerne menschliche Speisen anfliegen, und so Pathogene übertragen können, kommt ihnen eine gewisse pathologische Bedeutung zu. Die Larven leben im Dünger, in faulenden Kartoffeln und Rüben, aber auch in Aborten, Latrinen und Sickergruben, weswegen sie auch, ähnlich wie andere Fannia-Arten »Latrinenfliegen« genannt werden.

Der Kopf der Männchen wird fast vollständig von den Augen eingenommen. Auf dem dunkel braungrauem Thorax finden sich drei braune Streifen.. Das Abdomen ist glatt, die Segment 2-4 sind meist durchscheinend gelb gefärbt und besitzen dunkle Trapetzflecken, die in der Mitte von einem schwarzen Streifen durchzogen sind. Bei den Weibchen sind diese Zeichnungen weniger klar ausgeprägt oder fehlen ganz. Die 5-7 mm großen Fliegen besitzen gelbe Halteren und gut entwickelte Flügelschüppchen.

Die Larven sind dorsoventral abgeflacht und etwas verbreitert. Sie besitzen lange laterale und dorsale Anhänge.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 03.08.01