Hessenfliege

Mayetiola destructor

Hessenfliege, Hessian Fly

[ Diptera , Nematocera , Cecidomyiidae ]

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Den Name hat dieser Schädling in Nordamerika erhalten, da man zunächst glaubte, daß sie während der Sezessionskriege 1776/77 durch hessische Truppen eingeschleppt worden wäre. Tatsächlich ist sie in Mitteleuropa beheimatet und wurde von dort mit dem Getreideanbau nach Neuseeland, Australien und Amerika verschleppt.

Der Hauptwirt dieses Schädlings ist Weizen. Daneben wir Roggen und Gerste, und einige Wildgräser befallen.

In Mitteleuropa erscheint sie Ende April bis Anfang Mai. Die Weibchen legen über 2-3 Tage etwa 150 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen auf der Blattoberfläche ab. Nach etwa 5 Tagen schlüpfen die Larven und dringen zwischen Halm und Blattscheide in die Wirtspflanze ein. Sie sondert ein Speichelsekret, welches die Pflanzenzellen auflösen und saugen diesen Saft auf. Die Pflanze reagiert über der Saugstelle mit Vergilbungserscheinungen, vertrocknet oder verfault und stirbt dann ab. Bei starkem Wind erfolgt Halmbruch. Nach ca. 4 Wochen verpuppen sich die Larven an der Saugstelle. Eine 2. Generation der Mücken erscheint dann Ende Juli. Die Tiere überwintern als Vorpuppe im Halm oder im Boden.

Die Hessenfliege neigt zur Rassenbildung, so daß die einzelnen Populationen unterschiedliche Weizensorten bevorzugen.

Imagines

Eier

Larven

Schaden


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 04.08.01