Dasyneura laricis (F. Loew) 1878

Lärchengallmücke, Lärchenknospen-Gallmücke

[ Diptera , Nematocera , Cecidomyiidae ]


Verbreitung

Ganz Europa, im natürlichen Verbreitungsgebiet der europäischen Lärche.


Wirtspflanzen

Lärchen: Larix decidua, auch an L.occidentalis, selten nur an L. kaempferi und L. kurilensis.


Biologie

Imagines

aIV-aV

Die Imagines schlüpfen zur Zeit des Nadelaustriebs.

Eier

IV-V

Die Weibchen legen Eier auf die Triebe, deren Nadeln bis 5 mm lang sind. Eizeit 6-9 Tage.

Larven

V-IX

Die schlüpfenden Larven dringen bis zur inneren Basis des Kurztriebes ein. Meist überlebt nur eine Larve. Das Wachstum der Nadel des inneren Kranzes wird dabei stark verlangsamt. Zunehmendes Austreten von Harz führt zur Bildung einer Galle, die schon Anfang Juni erkennbar wird. Im August, wenn der Vegetationskegel vollständig zerstört ist, liegt in der Gallkammer eine orangefarbene Larve (selten zwei), die eine Länge von etwa 3-4 mm erreicht hat.


X-XII

Je nach Witterungsbedingungen erzeugt die Larve im Oktober bis Dezember einen weißen, 2.5 mm langen Kokon.



Die Larven überwintern in diesem Kokon.

Puppen

Die Verpuppung erfolgt im Frühjahr des darauf folgenden Jahres.


Diagnose & Schaden

Die Larven der Lärchengallmücke verursachen Gallen an den Kurztrieben der Lärchen. Durch die Fraßtätigkeit wird der mittlere Teil des Kurztriebes deformiert, vergrößert sich und wird mit Harz gefüllt, so daß die Galle auf den ersten Blick von normalen Kurztrieben zu unterscheiden ist. Die Nadeln des äußeren Kranzes werden durch das Wachstum der Galle ganz nach außen gedrängt. Nach Nadelfall sind die Gallen noch leichter zu erkennen. Langtriebknospen werden praktisch nie befallen!

Bei Massenvermehrungen kommt es zur Vernichtung zahlreicher Kurztriebe und somit zu Zuwachsverlusten. Absterben einzelner Äste führt zu Kronenverlichtungen. Außerdem wird die Befallsbereitschaft für Sekundärschädlinge erhöht.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 03.03.02