Mimikry


Ahmt ein Tier Körpergestalt, Färbung und Verhalten eines anderen Tieres nach, so spricht man non Mimikry. Es werden solche Tiere nachgeahmt, die auf Grund ihrer Wehrfähigkeit oder ihres schlechten Geschmacks vor Feinden geschützt sind.

Hat ein Räuber erst einmal schlechte Erfahrungen mit einer schlecht schmeckenden oder wehrhaften Beute gemacht, so wird er sich deren charakteristische Merkmale einprägen, und diese Arten in Zukunft meiden.

Beispiele für Scheinwarntrachten:

  • die Schwarzgelbbänderung der wehrhaften Wespen (Vespidae),

  • die Rotgelbfärbung der schlechtmeckenden Marienkäfer (Coccinellidae),

  • die metallischen Farben der schlechtschmeckenden Ölkäfer (Meloe violaceus) und der spanischen Fliege (Lytta vesicatoria).

Beispiele für Mimikry:

  • Viele Schwebfliegen (Syrphidae) ahmen so Wespen oder Bienen nach,

  • der Bockkäfer Plagionotus ahmt durch seine schwarzgelbe Färbung Wespen nach,

  • der Hornissenschwärmer Trochilium apiforme erinnert im Aussehen stark an Hornissen.


Schutz vor Feinden durch Nachahmung wurde von dem Wissenschaftler Fritz Müller entdeckt und deshalb auch oft 'Müllersche Mimikry' genannt.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 01.02.02