Geschlechtsdimorphismus


Von Geschlechts- oder Sexualdimorphismus spricht man dann, wenn der Körper von Männchen und Weibchen in Form und/oder Färbung unterschiedlich ausgebildet ist.


Antennen der Buschhornblattwespen (Diprionidae) und der Schmetterlinge (Lepidoptera)

Bei den Männchen der Buschhornblattwespen sind die Antennen im Gegensatz zu denen der Weibchen geweihförmig ausgebildet. Die dadurch stark vergrößerte Oberfläche ist mit Sinneszellen besetzt, mit denen sie die Lockstoffe (Sexualpheromone) der Weibchen wahrnehmen können.

Männchen von Diprion pini

Weibchen von Diprion pini


Körper der Schildläuse

Männchen mit 2 häutigen Vorderflügeln, Hinterflügel fehlen. Wenn Hinterflügel vorhanden, dann nur kleine Läppchen, die im Flug an die Vorderflügel gehakt werden.
Weibchen mit stark degeneriertem Körper: flügellos, Antennen und Augen festsitzend, schildartiger Körper.

Körper der Fächerflügler (Strepsiptera)

Männchen geflügelt, Vorderflügel zu Halteren reduziert. Hinterflügel fächerartig, nur mit Längsadern versehen, in Ruhe mehrfach gefaltet und nach hinten geschlagen. (Männchen von Xenos vesparum).

Weibchen flügellos. Die der höheren Strepsipteren sind sackförmig, larviform (Kopf, Thorax und ein Teil des Abdomens sind zu einem Cephalothorax verschmolzen, dem 9 sichtbare Abdominalsegmente folgen). (Weibchen von Mengenilla chobauti.

© Hans Pohl - TH Darmstadt

© Hans Pohl - TH Darmstadt


Antennen der Stechmücken (Culicidae)

Sexualdimorphismus der Culicidae

Männchen und Weibchen unterscheiden sich in der Ausbildung von Antennen und Mundwerkzeugen. Die Männchen besitzen an ihren Antennen lange, wirtelig stehende Antennenhaare.


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Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 06.01.03