Bionomieformel nach Rhumbler


In alten Büchern der Forstentomologie findet man bei den Artbeschreibungen oft die Bionomieformel nach Rhumbler. Sie fast die Entwicklung und Erscheinungszeit einer Art in einem Zahlencode zusammen. Generationen armer Forststudenten mußten früher diese Bionomieformeln für die wichtigsten Forstschädlinge auswendig lernen.

Inzwischen wird diese Formel aber praktisch nicht mehr verwendet, da sie bei komplizierteren Entwicklungen kaum anwendbar ist (sie funktioniert nur bei solchen Arten, bei denen die Erscheinungszeiten der einzelnen Stadien einigermaßen fest abgegrenzt sind). Auch muß man sich bewußt sein,, daß es sich um Durchschnittswerte handelt. Die tatsächlichen Erscheinungszeiten können jedoch mit der Witterung schwanken.


Prinzip

  • 1. Monat der Eiablage

  • 2. Auftreten der Larven - durch ein Minuszeichen getrennt

  • 3. Verpuppung - durch ein Schrägstrich getrennt

  • Auftreten der Imagines - durch ein Pluszeichen getrennt

  • 4. Überwinterung des Stadiums durch Komma getrennt

  • Stadium welches mehrere Jahre für seine Entwicklung benötigt wird mit einem A gekennzeichnet

  • Punkt, um einstellige von zweistelligen Zahlen zu unterscheiden


1. Beispiel

5-67/8,3+35

  • Eiablage im Mai (5)

  • Larven im Juni/Juli (-67)

  • Verpuppung im August (/8)

  • Überwinterung im Puppenstadium bis zum März des darauf folgenden Jahres (,3)

  • Imagines von März bis Mai anzutreffen (+35)


2. Beispiel

67-8,A,4/5+67

  • Eiablage im Juni/Juli (67)

  • Larven im August (-8)

  • Larvalzeit über mehrere Jahre (A)

  • Überwinterung bis April, dannVerpuppung im Mai (/5)

  • Imagines im Juni/Juli anzutreffen (67)


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 27.07.01