Die Entwicklung der Käfersystematik

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Heute kennt man weltweit über 400.000 Käfer-Arten. Dabei war es ein langer Weg bis zu diesem Kenntnis-Stand. Eine Klassifizierung der Arten hat es schon zu Zeiten von Aristotels und Plinius gegeben. Im Falle der Käfer führt Aristoteles allerdings nur 6 Arten, Plinius nur 9 Arten an.

Bis zum Mittelalter war die Artenkenntnis nicht stark angestiegen:

Johann Sperling führt 1661 in seiner »Zoologica physica« zum Beweis, daß die Zoologie eine schwierige Wissenschaft sein an, daß bisher 40 Arten Käfer, 50 Arten Raupen, 70 Fliegen-Arten und über 100 Schmertterlingsarten bekannt seien.

John Ray (1628-1705), eine bedeutender englischer Systematiker führt in seiner »Historica Insectiforum« für England bereits 150 Käfer-Arten auf. Er war davon überzeugt, daß alleine in England über 900 Insektenarten («inkl. Larven und Puppen«) vorkommen existieren und vermutete weltweit mehr 20000 Insekten-Arten.

Karl von Linne (1707-1778) führt in seiner »Fauna Suecica« 294 Arten, in seiner berühmten 10. Auflage der »Systema Naturae« bereits 654 Arten an.

Von nun an ging es mit der Artzahl an Käfern steil bergauf:

Im Käfer-Weltkatalog von Gemminger und Harold (1868-1876) werden 77000 Käfer-Arten angeführt. 1910 bis 1940 erschienen die Kataloge von Junk und Schenkling wo bereits 221480 Arten angeführt werden.

Alleine 1961 wurden 3100 neue Arten beschrieben und selbst heute kommen ständig neue Arten hinzu!


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 06.01.03