Borkenkäfer (Scolytidae): Holzbrüter

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Bei den Holzbrütern reichen die Fraßgänge, im Gegensatz zu den Gängen Rindenbrüter, bis in die oberen oder tieferen Schichten des Holzes (Splint) hinein.

Holzbrütende Borkenkäfer befallen bevorzugt absterbende Stämme oder frisch geschlagenes Holz. Dehalb werden sie auch eher den technischen Schädlingen zugerechnet. Sie können bei starkem Befall zu einer erheblichen Wertminderung des Holzes führen.


Holzbrütende Borkenkäfer sind Pilzzüchter

Die Weibchen übertragen die Sporen eines Pilzes in die Gänge, von dem sich die Larven und später die schlüpfenden Jungkäfer ernähren. Diese Ambrosiapilze benötigen für ihre optimale Entwicklung eine gewisse Holzfeuchtigkeit, weswegen auch nicht alle liegenden Stämme befallen werden. Die Pilzrasen müssen ständig abgegrast werden, da der Pilz sonst abstirbt. Dies führt dann zu einer schwarzen Verfärbung der Gänge.


Erkennen von Holzbrüter-Befall

Der Befall ist leicht zu erkennen und kann auch von Rindenbrütern-Befall unterschieden werden:

  • Bei Holzbrütern finden sich auf der Außenseite der Stämme weiße Bohrmehlhäufchen,

  • bei Rindenbrütern sind es braune Bohrmehlhäufchen.


Beispiele

Bei uns gibt es nur relativ wenig holzbrütenden Arten, die bekannteste Art dürfte sicherlich der Gestreifte Nutzholzborkenkäfer (Trypodendron lineatum) sein.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 19.03.02