- Wie auch andere Insekten, werden
Borkenkäfer durch Pathogene (Krankheitserreger) reduziert.
Bei Borkenkäfern konnten Bakterien, Pilze, Protozoen und
Fadenwürmer nachgewiesen werden.
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Bakterien
werden überwiegend mit der Nahrung aufgenommen und gelangen
über den Darm in den Wirtskörper. Überwiegend
sind deshalb die Larven der Scolytiden betroffen. Befallene
Larven sterben schließlich ab. Der Befall kann an einer
Verjauchung erkannt werden.
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Unter den Pilzen
sind vor allem Vertreter der Gattungen Beauveria und
Paecilomyces von Bedeutung. Wirtstiere werden durch die
ungeschlechtlichen Fortpflanzungszellen, den Konidien dieser
Pilzgruppen, befallen. Anschließend breitet sich der Pilz
im gesamten Körper aus, was meist innerhalb weniger Tage
zum Tod des Wirtes führt. Pilzbefall kann man bei den
abgestorbenen Tieren an dem verfestigten, holundermarkähnlichen
Körperinhalt erkennen. Diese pathogenen Pilze sind
besonders unter feuchtwarmen Bedingungen wirksam und können
unter günstigen Bedingungen 100% der Borkenkäfer-Mortalität
ausmachen.
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Verbreitete Krankheitserreger sind
auch Mikrosporiden, die v.a.
die Borkenkäferlarven über den Darm her befallen. Sie
erhöhen die Mortalitätsrate, reduzieren die
Fruchtbarkeit (Fertilität) und die Lebensdauer der Käfer.
Ob sie aber einen Einfluss auf die Populationsdynamik von
Borkenkäfern haben, ist bisher nicht bekannt.
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Schließlich befallen noch eine
Reihe von Nematoden (Fadenwürmer)
Borkenkäfer und ihre Larven. Sie dringen in den
Wirtskörper oder werden mit der Nahrung aufgenommen. Im Wirt
erfolgt die Vermehrung, was meist zu einer Schwächung
desselben führt. Die Wirkung auf Borkenkäfer-Populationen
scheinen aber eher gering zu sein. Ihre Ausbreitung hängt
nämlich stark von einem Wasserfilm ab, den sie zu ihrer
Fortbewegung benötigen.
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