Borkenkäfer (Scolytidae): Rindenbrüter

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Ein großer Teil der Borkenkäfer-Arten entwickelt sich als Rindenbrüter. Sie legen Fraßgänge unter der Rinde im Bast oder im Splint an. Die Zerstörung der Bastschicht kann dann, bei stärkerem Befall, zu einem Absterben der Bäume führen. Kennzeichnend für die Rindenbrüter ist der braune Bohrmehlauswurf.

Man kann bei den Rindenbrütern monogame und polygame Arten unterscheiden:

Monogame

Arten

Bei den »einweibigen Arten« kommen nur 1 Weibchen und 1 Männchen zusammen. Die Begattung erfolgt meist schon auf der Rinde. Die Anzahl der Begattungen ist je nach Art verschieden. Bisweilen gibt es auch Kämpfe mehrerer Männchen um ein Weibchen.
Nach der Begattung nagt das Weibchen einen Gang in die Rinde und erzeugt anschließend einen Muttergang. In diesem Muttergang findet die Eiablage statt. Die Eier werden entweder:
  • lose einzeln,

  • lose in Gruppen,

  • oder einzeln in kleinen Kammern abgelegt.

Die schlüpfenden Larven erzeugen dann, vom Eiablageort ausgehend, Larvengänge. Diese Larvengänge werden mit zunehmender Größe der Larven breiter und können sich schließlich auch überschneiden. Am Ende ihrer Larvalentwicklung erzeugen die Larven eine Puppenwiege, in der die Verpuppung erfolgt. Die schlüpfenden Jungkäfer nagen sich ein Ausflugloch und verlassen den Stamm.

Der Riesenbastkäfer (Dendroctonus micans) stellt eine Ausnahme dar, seine Larven fressen gregär in Gemeinschaftsgängen (Familienplatzgängen).

Polygame

Arten

Bei »mehrweibigen Arten« nagt ein Männchen ein Loch in die Rinde und erzeugt eine »Rammelkammer«. Weibchen werden angelockt und anschließend in der Rammelkammer begattet. Von der Rammelkammer ausgehend erzeugt jedes Weibchen einen Muttergang. Hier werden die Eier ablegt.

Die Ausbildung der Mutter- und Larvengänge sind oft artspezifisch. Sie werden deshalb oft als Bestimmungsmerkmale herangezogen!


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 28.02.02